Greifvögel sollen Strand-Kaninchen jagen

Die niedersächsische Stadt Nordenham setzt auf Bussarde und Habichte, um der Myxomatose, einer Viruserkrankung bei Kaninchen, vorzubeugen.

Falkner bei der Beizjagd

Symbolbild: Mario Hofer

Für die Wildkaninchen-Plage am Strand von Nordenham (Niedersachsen) ist offenbar eine Lösung in Sicht. Wie nord24.de berichtet, will die Verwaltung der größten Stadt des Landkreises Wesermarsch jetzt Greifvögel auf die Jagd schicken.

Dem Bericht zufolge suchten die Verantwortlichen seit mehr als einem Jahr nach einer Lösung, um der vielen Wildkaninchen am Strand Herr zu werden. Der neueste Plan sieht nun vor, zunächst mit Bussarden und Habichten auf die Jagd zu gehen. In einem weiteren Schritt könnten dann Tiere aufgestöbert und mit Gewehren bejagt werden.

Anlass für die Maßnahme ist auch, dass die Nordenhamer Stadtverwaltung einen drohenden Ausbruch der Myxomatose verhindern will. Diese Viruserkrankung führt bei Wildkaninchen meist innerhalb von zehn bis 14 Tagen qualvoll zum Tod. Auch Hauskaninchen können von Myxomatose befallen werden.

Die gemeinsame Jagd von Falkner und Greifvogel – Beizjagd genannt – beruht auf gegenseitigem Vertrauen und unterstützt den natürlichen Jagdtrieb des Greifvogels. Insbesondere in Gebieten, in denen nicht mit der Waffe gejagt werden kann, bietet diese Jagdmethode viele Vorteile. Seit dem 1. Dezember 2016 gehört die deutsche Falknerei zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit (wir berichteten).

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