Grüne blamieren sich mit Glyphosat-Lügen

Die Öko-Partei empört mit einem Facebook-Filmchen über das Herbizid Glyphosat sogar ihre eigenen Anhänger.

Traktor auf Feld

Foto: hpgruesen / Auch mit diesem Bild könnten die Grünen nicht punkten. Glyphosat wird nämlich vor der Aussaat gespritzt und nicht auf ein bereits bestelltes Feld.

Die Grünen haben sich im Kampf gegen das Herbizid Glyphosat ein astreines Eigentor geschossen. In einem Facebook-Video verbreitete die Öko-Partei derart viele Fehler, dass sogar die eigenen Fans in den Kommentaren revoltierten.

Der Glyphosat-Alleingang von Noch-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) empörte in dieser Woche nicht nur die noch-mitregierende SPD. Auch die Grünen drängte es selbstverständlich danach, ihre ökologische Sicht der Dinge öffentlich zu machen. Mit einem Facebook-Video wollte die Partei klarstellen, „warum das Ackergift so schädlich ist“. Aber das ging leider nach hinten los. „Sorry, aber es braucht wirklich nicht viel Fachwissen, um festzustellen, dass keines, aber auch wirklich keines dieser Fotos, die Ihr hier verwendet, im Zusammenhang mit Glyphosat steht“, schrieb eine Kommentatorin unter das Video. „Dieser Frosch kann nicht vom Glyphosat getötet worden sein. Diese Aussage ist eine glatte Lüge“, ergänzte ein weiterer Nutzer. 

In dem Video ist ein Mann zu sehen, der ein Pflanzenschutzmittel – aber sicherlich nicht Glyphosat – auf Weinreben spritzt. Denn das Herbizid würde den Wein sofort absterben lassen. Auch der gezeigte tote Frosch dürfte nicht dem Glyphosat zum Opfer gefallen sein. Für ein Tier wie einen Frosch würde das Mittel nicht tödlich wirken. Abschließend wird in dem Film noch ein Totenkopf-Schild eingeblendet, das vor einem Gemüsefeld wo auch immer in der Welt aufgestellt wurde. Ob das Mittel schädlich für den Menschen ist oder nicht, bleibt weiterhin Gegenstand hitziger Diskussionen (wir berichteten).

Das Fazit eines Zusehers fiel jedenfalls eindeutig aus: „Ihr betreibt Desinformation und schürt Ängste. Das hat nichts mit Politik zu tun.“ Per Twitter-Nachricht reagierten die Grünen am Donnerstagabend: Die Bildauswahl in dem Video sei „mindestens missverständlich“, hieß es da. „Dafür möchten wir uns entschuldigen. An unserer Warnung vor dem Einsatz von Glyphosat & der Forderung eines Verbots des Ackergifts in Deutschland ändert das jedoch nichts.“

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