Waschbären

Infizierte Waschbären bringen Hunde in Gefahr

Unter den Waschbären in Hessen grassiert die Staupe. Laut einem Bericht von mittelhessen.de ist die Zahl der mit dem Virus infizierten pelzigen Räuber in der letzten Zeit stark angestiegen. „Im Kreis Marburg-Biedenkopf hat die Zahl der nachgewiesenen Staupe-Fälle in den vergangenen zwölf Monaten extrem zugenommen“, sagte der zuständige Veterinär Gregor Busse. Besonders betroffen seien Waschbären, aber auch bei Füchsen gebe es aktuell mehrere Staupe-Fälle.

Der Anstieg der Fallzahlen stehe „sicherlich im Zusammenhang mit der stark gewachsenen Waschbär-Population in den letzten Jahren“, sagte Busse dem Bericht zufolge. Es sei allerdings schwierig zu schätzen, wie viele Wildtiere insgesamt in ganz Hessen an Staupe erkrankt seien, da ein großer Teil vermutlich verende, ohne überhaupt gefunden zu werden. Dass derzeit nicht nur Hessens Waschbären von Staupe befallen werden, verdeutlicht ein Bericht von all-in.de. Demnach macht sich die Erkrankung auch im bayerischen Landkreis Lindau breit, wo unter anderem Füchse und Dachse betroffen sind.

Der Kreis Marburg-Biedenkopf weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass insbesondere Hundehalter auf das Auftreten der Staupe reagieren sollten. Denn während die hoch ansteckende Infektionskrankheit für den Menschen ungefährlich ist, verläuft sie beispielsweise bei Hunden oft tödlich. Der Kreis warnt daher: „Niest oder spuckt etwa ein Waschbär ins Gras, kann es für einen Hund gefährlich werden, wenn er es aufleckt oder Gras frisst, was Hunde bekanntlich gern tun.“

Da es gegen Staupe keine effektive Behandlungsmöglichkeit gebe, sei bei Hunden eine Impfung die wichtigste Prophylaxe-Maßnahme. Eine regelmäßige Impf-Auffrischung des Vierbeiners sollte daher zu den selbstverständlichen Pflichten eines jeden Hundehalters gehören. Beim Auftreten von verdächtigen Wildtieren sollte zudem stets der zuständige Jagdpächter informiert werden.

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