Jagdwilderei mit selbstgebauter Drahtschlinge

Im Norden Stuttgarts treibt ein Wilderer sein Unwesen. Mit einer selbstgebastelten Drahtschlinge wurde bereits ein Wildtier gefangen und elendig getötet. Die Polizei ermittelt.

Feldhase beim Sichern

Foto: Stefan Strohbach

Für die 26-jährige Spaziergängerin war das kein schöner Anblick: Gegen 21 Uhr habe sie am Dienstag ein totes Tier entdeckt, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Der gefundene Feldhase sei in einer Drahtschlinge gestorben. Für den zuständigen Jagdpächter „ist diese Falle von einem Profi gebaut worden“. Unklar sei allerdings das Ziel des Wilderers im Norden Stuttgarts. Möglicherweise stelle er in dem Gebiet aus Sportplätzen, Schrebergärten und einem Waldgebiet Raubwild wie etwa Füchsen oder Mardern nach.

Der Zweck der Falle bleibt allerdings irrelevant. Vielmehr handelt es sich um einen schweren Fall von Jagdwilderei in Verbindung mit Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Zusätzlich hat sich das Land Baden-Württemberg in seinem neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz grundsätzlich gegen tötende Fallen entschieden (wir berichteten). Aufgrund dieser Vielzahl an Gesetzesverstößen hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Bei Problemen mit Füchsen, Mardern oder anderen Wildtieren sollte der örtliche Jagdpächter beziehungsweise die zuständige Jagdbehörde kontaktiert werden, ergänzt Erhard Jauch, Geschäftsführer des Landesjagdverbands.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!