Jagen und Fischen weiter im Trend!

Mehr über die Natur und Tierwelt zu lernen, scheint in Deutschland weiterhin ein Trend zu sein. Trotz permanenter Angriffe der Tierrechtsszene steigt die Zahl der Jäger und Fischer weiter.

Symbolbild Jagd und Fischerei

Sich bewusst zu ernähren liegt schon länger im Trend. Nachrichten über schlechte Bedingungen in der Massentierhaltung oder Antibiotika-Einsätze haben bei vielen Verbrauchern für ein Umdenken gesorgt. Nicht umsonst steigt in den letzten Jahren auch die Zahl der Vegetarier und Veganer. Eine fleischlose Ernährung ist allerdings nicht unbedingt notwendig, um sich gut und gesund zu ernähren. Es reicht auch sich bewusst mit der Herkunft seiner Lebensmittel zu beschäftigen. Für Angler und Jäger ist dies Alltag – sie fangen oder erlegen ihre Nahrung oft selbst.

Der Deutsche Jagdverband verzeichnet zum Beispiel seit Ende der 80er Jahre fast kontinuierlich einen Zuwachs der Jagdscheininhaber. „Das ist äußerst erfreulich und passt zum Trend, gesünder und bewusster zu leben sowie sich aktiv für Natur und Tiere einzusetzen“, freut sich DJV-Sprecher Thorsten Reinwald. Im Jahr 2015 waren 374.084 Menschen in Deutschland im Besitz eines gültigen Jagdscheins, rund 5000 mehr als im Jahr davor. Den größten Zuwachs gab es in Nordrhein-Westfalen (Mehr Infos zur Jägerprüfung finden Sie hier in unserer Serie). Ebenfalls sehr erfreulich ist die steigende Zahl der Jägerinnen. So wandelt sich die einstige Männerdomäne langsam aber stetig (wir berichteten).

Ähnlich sieht die Entwicklung bei den deutschen Anglern aus. Ihre Zahl ist noch einmal deutlich größer als die der Jäger. Laut Statista.de gehen rund 4,7 Millionen ab und zu und etwa eine Millionen Menschen häufig angeln. Doch beide eint zum Beispiel die bewusste Nutzung natürlicher Ressourcen. Wie kreiszeitung.de schreibt, sind alleine in Niedersachsen gut 140.000 Menschen im Anglerverband und dem Landessportfischereiverband Weser-Ems organisiert. „Angeln ist weiter im Trend, auch bei vielen Jugendlichen“, ist sich Matthias Emmrich vom Anglerverband Niedersachsen sicher. Er hebt hervor, dass es sich nicht bloß um das Fangen von Fischen handelt, sondern, dass Angler sich um den Artenschutz kümmern, bedrohte Kleinfischarten aufziehen oder Müll- und Pflanzaktionen organisieren.

Beide Gruppen haben aber auch ein gemeinsames Problem. Ihre Passion wird meist nur auf das Töten eines Tieres beschränkt. Tierrechtsorganisationen verwenden daher viel Zeit und Geld darauf, Jäger und Angler zu diffamieren und mit Anzeigen zu überziehen (wir berichteten zum Beispiel hier und hier). Gleichzeitig häufen sich Sabotage-Akte (wir berichteten), Angriffe und Shitstorms in sozialen Netzwerken.

Umso wichtiger ist es, sich der Gemeinsamkeiten bewusst zu sein und aktive Aufklärungs- und Nachwuchsarbeit zu leisten.

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