Klöckner kritisiert Peta als „selbsternannte Stallpolizei“

Bundeslandwirtschaftsministerin kündigt Gesetzesverschärfungen für Stalleinbrecher an.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Foto: CDU Rheinland-Pfalz

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Methoden von Tierrechtsorganisationen wie Peta kritisiert. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärte die CDU-Politikerin: „Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert.“ Vielmehr sei es die Aufgabe des Staates, Landwirte zu belangen, die ihre Tiere schlecht halten.

Klöckner kündigte an, dass die Bundesregierung Stalleinbrüche noch in dieser Legislaturperiode stärker bestrafen wolle. Weil Aktivisten bislang oft straffrei ausgehen, wenn sie sich Zugang zu Ställen verschaffen und heimlich Filmaufnahmen drehen, betonte die Ministerin: „Die Sache ist ganz klar: Einbruch ist Einbruch.“ Auch Tierrechtler müssten sich an Gesetze halten. Klöckner wies daraufhin, dass die Aktivisten ihre Aufnahmen oft über längere Zeit zurückhielten. „Wenn es ihnen um die Tiere ginge, dann würden sie das doch sofort veröffentlichen und die Behörden einschalten“, sagte die Ministerin. 

Der Peta-Verantwortliche Edmund Haferbeck klagte gegenüber der Zeitung, gegen seine Organisation werde „eine regelrechte Hetze“ betrieben. Er wies sämtliche Kritik an der Arbeit von Peta zurück. Erst kürzlich hatte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) die Gemeinnützigkeit von Organisationen wie Peta angezweifelt (wir berichteten). Sie verwies dabei ebenfalls auf heimlich gemachte Filmaufnahmen aus Ställen.

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