Krisengipfel zur Afrikanischen Schweinepest

Auch Schleswig-Holstein will sich mit neuen Schutzmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest wappnen.

Wildschwein

Foto: Daniela Fett

Nachdem Landwirtschaftsminister Robert Habeck bereits ankündigte, den Einsatz von Nachtsichtvorsatzgeräten als „ergänzende Maßnahme zur Tierseuchenbekämpfung“ prüfen zu lassen (wir berichteten), hat die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest in Schleswig-Holstein nun zu der Aufstellung von weiteren möglichen Schutzmaßnahmen geführt, heißt es in einem Bericht auf lnonline.de.

Das Landwirtschaftsministerium reagiert mit dem geplanten Maßnahmenpaket auf die wachsende Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest. „Die Situation ist sehr besorgniserregend“, berichtet Robert Habeck. Sollte die Seuche ausbrechen, könne sie den Schweinemarkt zum Erliegen bringen. „Deshalb verstärken wir die Anstrengungen zur Abwehr der Tierseuche.“

Auf einem eigens für diesen Zweck anberaumten Krisengipfel soll daher mit Landwirten, Jägern, Natur- und Tierschützern sowie der Polizei über mögliche Maßnahmen diskutiert werden. Die Landesregierung möchte neben dem Einsatz von Nachtsichtvorsatzgeräten die Jagd auf Schwarzwild mit künstlichen Lichtquellen freigeben, wie bereits in Rheinland-Pfalz (wir berichteten) und Brandenburg erfolgt (wir berichteten). Auch die Gewährung einer Abschussprämie wird erwogen. Zuletzt hatte Mecklenburg-Vorpommern eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro pro erlegtem Wildschwein eingeführt (wir berichteten).

Darüber hinaus wird in den Gesprächen die Zulassung verbotener Jagdmethoden als Ausnahmeregelung auf den Tisch kommen. Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbands, führt weiter an: „Wir werden am Freitag vorschlagen, Schwarzkittel auch in Schutzgebieten bejagen zu dürfen.“ Allen voran steht eine Änderung des Landesjagdgesetzes, die das Ministerium in Abstimmung mit der Jägerschaft plant.

Thema des Krisengipfels wird jedoch nicht nur die Prävention, sondern auch die logistische Vorbereitung der Schweinemastbetriebe auf einen möglichen Ausbruch der Seuche sein. Sollten Haus- oder Wildschweine infiziert sein, erfolgt die Aufstellung einer Sperrzone um den Seuchenort, heißt es. Kein Schwein dürfte dann rein oder raus.

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