Landkreis Limburg: Vorsicht, Staupe!

Rund um Limburg sind mehrere Staupe-Fälle aufgetreten. Hundebesitzer sollten auf ihre Tiere achten.

Fuchs

Hundebesitzer im Landkreis Limburg-Weilburg sollten derzeit besonders auf ihre Tiere achten, denn in der Region wurden in den vergangenen Monaten immer wieder an Staupe verendete Wildtiere gefunden. Die Sterberate bei infizierten Tieren könne bis zu 80 Prozent betragen, teilte das zuständige Veterinäramt dem Weilburger Tageblatt mit. Das Staupevirus werde durch Speichel, Nasen-, Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere übertragen und bleibe auch außerhalb eines lebenden Organismus noch Tage ansteckend, heißt es weiter. Schutz vor dem Virus bietet nur eine regelmäßige Impfung des Haustiers.

Das Staupevirus ist in der betroffenen Region zuletzt bei  Wildtieren wie Waschbären, Füchsen, Mardern und Dachsen nachgewiesen worden. Laut einer Auflistung der Zeitung seien auf Staupe positiv getestete verendete Füchse in folgenden Kommunen nachgewiesen worden: Limburg (Lindenholzhausen),  Hadamar (Steinbach, Oberweyer), Weilburg (Weilburg, Odersbach), Runkel (Arfurt), Beselich (Schupbach), Hünfelden (Heringen), Mengerskirchen (Mengerskirchen, Dillhausen) sowie Selters (Niederselters). Ein zentrales Problem der Ausbreitung stellte aus Sicht der Veterinäre der Waschbär dar.

Zu den Staupe-Symptomen zählen neben Fieber auch Abgeschlagenheit sowie Durchfall, Erbrechen, Atemwegsinfektionen oder eine Bindehautentzündung. Es kann bei infizierten Tieren auch zu Entzündungen des Zentralnervensystems kommen.

Zentralnervöse Störungen bei Wildtieren können zugleich aber auch ein Hinweis auf Tollwut sein. Auch wenn Deutschland seit 2008 als tollwutfrei gilt, könne es nicht ausgeschlossen werden, dass die Krankheit durch illegale Tierimporte erneut eingeschleppt werde.

Kreisjagdberater Klaus Ahlborn appelliert besonders an Spaziergänger: „Die sicherste Variante ist, wenn Hundebesitzer ihren Vierbeiner an der Leine oder eng bei sich halten. Wer ein verendetes oder auffälliges Tier findet, sollte dem zuständigen Jagdpächter oder direkt beim Veterinäramt Bescheid geben.“ 

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