Landwirt vertreibt Störenfriede mit Gülle

Eine landwirtschaftliche Fläche am Ortwanger Baggersee (Allgäu) wurde von den Badegästen als Liegewiese benutzt. Dem Besitzer reichte es jetzt – er griff zum Güllefass.

Gülle

Symbolbild: Myriams-Fotos

Der Ortwanger Baggersee im Allgäu zieht im Sommer zahlreiche Badegäste an. Eine Tourismus-Website wirbt sogar damit, dass rings um den sauberen See Wiesen vorhanden seien, die sich gut zum Sonnenbaden eignen. Der Besitzer einer angrenzenden, landwirtschaftlichen Fläche hat einen Teil seiner Wiese zum Schutz vor den Besuchern eingezäunt, was diese jedoch nicht interessierte.

Immer wieder betraten Badegäste die Wiese und hinterließen ihren Müll – zum Leidwesen des Bauern. Wie die Bild-Zeitung berichtete, griff der Landwirt daher zu einer drastischen Maßnahme: Mit dem güllebeladenen Traktor fuhr er über zwei Wiesen am Baggersee, um die etwa 40 Badegäste zu verscheuchen.

Was nach einer skurrilen Situation klingen mag, hat einen ernsten Hintergrund. Immer wieder habe der Bauer laut dem Bericht auf seinen Wiesen den Müll der Besucher einsammeln müssen: Zigarettenstummel, Plastikflaschen, sogar kaputte Luftmatratzen. „Vor zwei Jahren mussten wir eine unserer Kühe einschläfern, da sie Fremdkörper gefressen hatte“, wird der Bauer zitiert. „Vor Kurzem lag ein großer Stein im Feld, der mir eine Scheibe durchschlug.“

Die Badegäste habe er vor seiner „Gülle-Attacke“ wiederholt darum gebeten, die Wiese zu verlassen. Diese zeigten sich jedoch uneinsichtig – sogar Prügel habe man ihm bereits angedroht.

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