Linke Landwirtschaftsministerin lobt Leistung der Jäger

Aktuelle Zahlen zur Jagdstrecke in Thüringen zeigen für Ministerin Birgit Keller, dass die Jägerschaft einen vorbildlichen Beitrag leistet.

Wildschweine

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Die Jägerinnen und Jäger in Thüringen haben die Jagdstrecke beim Reh- und beim Rotwild im zurückliegenden Jagdjahr um jeweils vier Prozent gesteigert. Die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen verband Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Linke) mit lobenden Worten für die Leistungen der Jägerschaft.

„Die Statistik verdeutlicht, dass die Jäger ihren Beitrag zur Hege und dem Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestandes vorbildlich leisten“, sagte Keller laut einer Pressemitteilung. „Besonders wichtige Aufgaben bleiben weiterhin die dauerhafte Regulierung des Schwarzwildes und die Eindämmung der sich ausbreitenden Waschbärpopulation.“

Die Jagdstrecke beim Rehwild lag Keller zufolge im Jagdjahr 2016/17 bei 40.355 Stück. Damit wurde erstmals seit dem Jahr 1993 der Wert von 40.000 überschritten. Der Anteil der verendeten und verunfallten Tiere machte erneut rund zehn Prozent der Jagdstrecke aus. Mit 6.041 Stück stieg auch die Jagdstrecke beim Rotwild im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent.

Beim Schwarzwild belief sich die Strecke auf 31.052 Stück. Dies ist deutlich weniger als im Rekordjahr 2012/13 mit einer Strecke von 37.400 Stück. Ministerin Keller erklärte daher: „Beim Schwarzwildbestand ist eine dauerhafte Regulierung besonders bedeutend, um entstehende Wildschäden auf ein wirtschaftlich verträgliches Maß zu senken.“ Zudem sei es notwendig, einer weiteren Ausbreitung der hochinfektiösen Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen, nachdem im  Juni in Tschechien zwei Fälle gemeldet wurden (wir berichteten). Das für Tierseuchenschutz zuständige Thüringer Gesundheitsministerium empfehle daher eine konsequente Bejagung von Schwarzwild.  

Gegen die Ausbreitung von Waschbären hat sich Thüringens Jägerschaft ebenfalls stark engagiert: Bei den pelzigen Räubern betrug die Strecke im Jagdjahr 2016/17 rund 11.160 – im Vorjahr waren es „nur“ etwa 10.800 Tiere gewesen. Für die Bekämpfung invasiver Tierarten wie etwa Waschbären gibt es in Deutschland seit Kurzem die gesetzlichen Voraussetzungen (wir berichteten). Mit der Verabschiedung durch den Bundesrat nahm das „Gesetz über die Prävention und das Management invasiver gebietsfremder Arten“ die letzte parlamentarische Hürde. 

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