Lüneburger Heide: Wolf von Räude befallen

Wolfsbüro Hannover bestätigt die Sichtung eines erkrankten Tieres im Ostenholzer Moor.

schlafender Wolf

Symbolbild: Alexas_Fotos

In Niedersachsen ist ein an Räude erkrankter Wolf unterwegs. Das hat laut agrarheute.com jetzt das Wolfsbüro Hannover bestätigt. Das Tier wurde demnach in der Lüneburger Heide im Bereich des Ostenholzer Moors gesichtet. Obwohl die Hautkrankheit, die zumeist Füchse befällt, hochansteckend ist, sind offenbar keine Maßnahmen geplant.

Dem Bericht zufolge verlautete aus dem Wolfsbüro lediglich, die Räude-Erkrankung des Wolfs gehöre zur natürlichen Selektion des Wildtierbestandes. Es sei davon auszugehen, dass an Räude erkrankte Wölfe in der wärmeren Jahreszeit zumeist überleben würden.

Der Wildtierforscher Prof. Dr. Michael Stubbe aus Halle forderte hingegen klare Entscheidungen. Gegenüber agrarheute.com betonte er, dass eine Ausheilung der Räude keinesfalls so einfach sei. Aus der ethischen Verantwortung des Tierschutzes empfehle es sich, schwer erkrankte Tiere von ihrem Leid zu erlösen – auch um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Von an Räude leidenden Füchsen sei bekannt, wie elendig sich diese zu Tode quälen.

Dass Wölfe an Räude erkranken können, wurde im Winter auch bei der Lizenzjagd in Schweden deutlich (wir berichteten). So stellte sich beispielsweise heraus, dass von insgesamt 13 erlegten Wölfen in der Provinz Värmland drei an Räude litten.

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