Militante Tierrechtler schrecken vor Gewalt nicht zurück

NRW-Innenminister Herbert Reul zeigt sich angesichts einer aktuellen Statistik entsetzt über die Aggressivität der Tierrechtsszene.

Feuer

Symbolbild: Tommy_Rau

Militante Tierrechtler haben in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren mehrere Gewalttaten verübt. Das geht aus einer Auswertung des Landesinnenministeriums hervor, über die der Kölner Stadt-Anzeiger jetzt berichtete. Demnach gab es seit dem Jahr 2014 insgesamt neun Fälle von Brandstiftungen und drei Körperverletzungen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Zeitung: „Die Zahlen zeigen, dass es militante Tierschützer gibt, die nicht einmal vor Gewalt gegen Menschen zurückschrecken. Dazu sage ich klipp und klar: Der Zweck heiligt nicht jedes Mittel – selbst wenn er noch so gut sein mag.“ Opfer der Gewalttaten von Tierrechtlern seien der Statistik zufolge vor allem Jäger gewesen. Die Täter hätten Hochsitze angezündet oder Manipulationen vorgenommen, durch die die Jäger zu Schaden kamen. In der Auswertung seien Fälle von Hausfriedensbruch gar nicht erfasst.

Erst in dieser Woche hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) die Methoden von Tierrechtsorganisationen wie Peta scharf kritisiert (wir berichteten). Für Stalleinbrecher kündigte sie Gesetzesverschärfungen an. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zweifelte unlängst die Gemeinnützigkeit von Organisationen wie Peta an und verwies dabei ebenfalls auf heimlich gemachte Filmaufnahmen aus Ställen (wir berichteten). Die in dieser Woche zurückgetretene NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) war nach illegal angefertigten Stall-Bildern mit Vorwürfen und Drohungen überzogen worden (wir berichteten). 

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