Mischlings-Abschuss: „Wolfsschützer“ zeigen Ministerin an

Der Verein „Wolfsschutz Deutschland“ fordert nach dem Tod dreier Wolfsmischlinge juristische Konsequenzen für Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund.

Das war zu erwarten: Nach dem Abschuss von drei Wolfsmischlingen in Thüringen muss Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) wohl damit rechnen, angezeigt zu werden. Laut der Thüringer Allgemeinen verlangt der Verein „Wolfsschutz Deutschland“ nach „gerichtlichen Konsequenzen“.

Vor einer Woche hatte Siegesmund bekannt gegeben, dass drei der sogenannten „Ohrdrufer Mischlingswölfe“ erlegt wurden. Ein weiteres Jungtier kam an einem Bahndamm zu Tode (wir berichteten). Bereits nach dem offiziellen Beschluss, die Tiere zu fangen oder zu erlegen, hatten „Wolfsfreunde“ überreagiert und sogar Morddrohungen gegen die Jägerschaft in Thüringen ausgesprochen (wir berichteten). 

Laut dem aktuellen Zeitungsbericht erklärte die „Wolfsschutz“-Vorsitzende Brigitte Sommer nun, der Abschuss sei widerrechtlich und müsse Konsequenzen haben. Ihr Verein wolle Anzeigen gegen Ministerin Siegesmund und Unbekannt stellen. Die Grünen-Politikerin habe sich mit dem Abschuss über geltendes Recht hinweggesetzt, da die Mischlinge genauso streng geschützt seien wie Wölfe.

Auf seiner Webseite stellt der Verein „Wolfsschutz Deutschland“ sogar die Vermutung auf, die Mischlingswölfe könnten „erst eingefangen und dann erschossen“ worden sein. Der MDR habe zunächst in eine solche Richtung berichtet, aber dann angeblich einen „Maulkorb“ erhalten.

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