Mit Geschrei und Steinen: Scheulose Wölfe werden vergrämt

In der Nähe von Hoyerswerda (Sachsen) sollen auffällige Tiere nun Angst vor dem Menschen beigebracht bekommen. Auslöser ist ein Vorfall Ende September.

Zwei Wölfe sitzen nebeneinander

Symbolbild

Die scheulosen Wölfe, die kürzlich in der Nähe des sächsischen Hoyerswerda „Bekanntschaft“ mit zwei Revierjägern gemacht haben, sollen jetzt gezielt verängstigt werden. Wie Tag24.de berichtet, werden die Tiere bei Sichtungen mit Steinen oder anderen Gegenständen beworfen.

Ende September hatten zwei Wölfe sich bis auf fünf Meter an zwei Männer angenähert, die mit Motorsensen Gras schnitten (wir berichteten). Ein Tier schnappte sich dabei sogar einen abgelegten Schutzhelm. Auch als die Jäger in ihr Auto stiegen und den Motor anließen, trauten die Wölfe sich noch in die unmittelbare Nähe. Selbst sie anzuschreien, zeigte offenkundig kaum Wirkung.

Wolfsfachleute sind nun laut dem aktuellen Bericht nahezu täglich in der Region unterwegs, um den Tieren Scheu vor dem Menschen beizubringen. „Bei Sichtungen wird laut geschrien, ihnen hinterhergelaufen oder mit Steinen und anderen Gegenständen geworfen“, sagte Sophia Liehn vom Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“. Sollten sich die Tiere aber auch davon nicht beeindrucken lassen, könnten schließlich sogar Gummigeschosse zum Einsatz kommen. Sachsens Wolfsmanager André Klingenberger hat dem Bericht zufolge für den Einsatz der Waffe in dem Gebiet eine Genehmigung. Über den Beschuss mit Gummischrot gab es im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit dem niedersächsischen Problemwolf „Kurti“ bereits rege Diskussionen (wir berichteten).

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