Munitionsteil trifft BH einer Frau – Verfahren eingestellt

Bei der Jagd auf Wildschweine traf ein 54-Jähriger mit einem Fehlschuss eine vorbeifahrende Radlerin in den Büstenhalter.

Radfahrerin

Symbolbild: fsHH

Ein Jäger, der in Mecklenburg-Vorpommern statt eines Wildschweins den Büstenhalter einer Radfahrerin getroffen hatte, muss sich nicht in einem Prozess verantworten. Wie welt.de berichtet, stellte das Amtsgericht Wismar das Verfahren gegen eine Geldauflage ein.

Dem Bericht zufolge hatte der Mann vor knapp zwei Jahren in einem Rapsfeld im nordwestlichen Mecklenburg auf Wildschweine geschossen. Ein Teil eines Projektils, vermutlich ein Abpraller, traf dabei die Radlerin, die dank des robusten Metallbügels in ihrem BH mit einem blauen Fleck davon kam.

Dem Jäger wurde vorgeworfen, die Schüsse ohne ausreichenden Kugelfang abgegeben zu haben. Das Gericht stellte das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung jetzt jedoch ein. Laut dem Bericht hat der Mann der Radfahrerin bereits mehrere Hundert Euro gezahlt – für die zerstörte Bekleidung und als Schmerzensgeld.

Anfang 2017 schickte ein Brandenburger Gericht einen 31-jährigen Mann für drei Jahre ins Gefängnis. Der Jäger hatte an einem Maisfeld auf ein Wildschwein angelegt, mit einem fatalen Fehlschuss jedoch einen Mann getötet (wir berichteten).

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