Mutmaßlicher Wolfsangriff auf Rinderherden

Mehrere Rinder wurden in Mecklenburg-Vorpommern wahrscheinlich von Wölfen gerissen. Nun könnten die Jäger im deutschen Nord-Osten gefordert sein.

Wölfe am Riss

Symbolfoto: Marcel Langthim

Im mecklenburgischen Plöwen und Schlesin wurden Rinder durch Raubtiere angegriffen und einige von ihnen getötet. Auch wenn das offizielle Gutachten noch aussteht, sieht der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck, „eine Linie überschritten“. Es solle nun sofort gehandelt werden. Möglicherweise auch durch den Einsatz von Jägern, wie der Nordkurier spekuliert. Ein entsprechendes Zitat des Bauernpräsidenten liegt allerdings nicht vor. Seit Jahren werden immer wieder bundesweit Wolfsangriffe auf Nutztiere dokumentiert. Die jüngsten Attacken auf Rinderherden bei Plöwen und Schlesin unterstreichen dieses Problem. 

Zwei Kälber einer Mutterkuhherde wurden gerissen, ein weiteres wird laut Anja Holke von der Ökologischen Landwirte GmbH Plöwen „noch vermisst“. Bei Schlesin wurde außerdem ein 400 Kilogramm schwerer Ochse angefallen und getötet. Diese Risse könnten durch Raubtiere wie den Wolf verursacht worden sein, so die Gutachter des Schweriner Agrarministeriums. Eine Bestätigung durch genetische Untersuchungen steht noch aus.

Es wird zunehmend befürchtet, dass Wölfe ihre Scheu vorm Menschen verlieren. In Anlehnung an den Fall „Kurti“ (wir berichteten) wird im Artikel des Nordkuriers beschrieben, dass Wölfe erst mit Gummigeschossen vergrämt, später gegebenenfalls getötet werden können. Dabei bleibt es politisch umstritten, ob der strenge Schutz des Wolfes durch die EU-Gesetzgebung aufrechterhalten werden soll. Eine kontrollierte Bejagung in Anbetracht der rapide wachsenden Population wird immer wieder diskutiert (wir berichteten).

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!