Neue Regeln lassen auf sich warten – LJV in Sorge

Bis sächsische Jäger zur Vorbeugung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) Saufänge und Nachtzieltechnik nutzen dürfen, könnten noch Monate vergehen.

Wildschwein

Foto: Daniela Fett

Sachsen erlaubt Schalldämpfer, Nachtzieltechnik und Saufänge –  was so vor wenigen Tagen vonseiten der Pressestelle des Landtags noch nach schnellen Regelungen klang (wir berichteten), hat ein Sprecher des Umweltministeriums jetzt etwas relativiert. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, dürfte es wohl noch bis zum Sommer dauern, ehe die Jägerschaft die neuen Möglichkeiten zur ASP-Vorbeugung komplett nutzen darf. Der sächsische Landesjagdverband äußerte sich kritisch.

Während die Freigabe von Schalldämpfern gelte, sobald das geänderte sächsische Landesjagdgesetz voraussichtlich am 17. Februar veröffentlicht werde, sehe es bei Saufängen und Nachtzieltechnik deutlich anders aus, sagte der Ministeriumssprecher. Hierfür bedürfe es noch einer entsprechenden Verordnung, die „voraussichtlich erst im Juli dieses Jahres“ zu erwarten sei. Darüber hinaus müssten die Jäger sich noch um entsprechende waffenrechtliche Genehmigungen kümmern. Konkret bedeute dies wohl, dass das Schwarzwild im Freistaat noch „bis zum Sommer bei Dunkelheit unbehelligt“ bleibe, schreibt die Zeitung.

Vom Landesjagdverband (LJV) Sachsen kam umgehend Kritik. Dass die neuen Regelungen eventuell erst in einem halben Jahr in Kraft treten, finde er „wieder mal zu unbürokratisch“, sagte LJV-Vizepräsident Thomas Markert dem Bericht zufolge. Die Afrikanische Schweinepest komme näher und die Zeit dränge. „Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hätte allen Grund, die Angelegenheit deutlich zu beschleunigen“, erklärte Markert.

Ausführliche Infos zum Thema Schalldämpfer und Nachtzieltechnik lesen Sie hier und hier.  

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