Nilgänse sollen abgeschossen werden

Im schweizerischen Kanton Luzern machen invasive Vogelarten wie Nil- und Rostgans Probleme.

Nilgänse im Wasser

Foto: Symbolbild

Überall wo Nilgäse in großen Zahlen auftauchen, sorgen die Eindringlinge für Probleme. Der Ärger um die nichtheimischen Nilgänse zog sich in Deutschland bereits durch die komplette Bundesrepublik (wir berichteten). Vielerorts beschwerten sich Anwohner und Spaziergänger in Parks über komplett mit Gänsekot verschmutze Flächen (wir berichteten). Um dem Problem Herr zu werden, wurden die Gänse-Populationen durch gezielte Abschüsse dezimiert – teils unter dem Protest von Tierschützern (wir berichteten). Nun will der schweizerische Kanton Luzern die Population der aus Nordafrika und Asien in die Schweiz eingeschleppten Nil- und Rostgänse regulieren – durch Eierentnahme aus Nestern und mit der Flinte.

Wie die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald verkündete, soll so eine Verbreitung und Bestandszunahme der Nil- und Rostgänse verhindert oder zumindest verzögert werden. Sowohl die Nilgans als auch die Rostgans haben in der Schweiz den Status einer nicht einheimischen, invasiven Vogelart. Sie gelten als aggressiv und konkurrenzstark gegenüber einheimischen Vogelarten, heißt es in einem Bericht des Online-Portals bluewin.ch.

Insbesondere in den Schutzgebieten für Wasservögel will der Kanton Luzern aktiv werden. Die Maßnahmen gegen die Verbreitung der Gänse konzentrieren sich zum einen auf die Entnahme der Eier aus den Nestern – zum anderen sollen erwachsene und junge Gänse der beiden Arten gezielt von der kantonalen Wildhut abgeschossen werden. Die Bewilligung, diese Maßnahmen außerhalb des Wasser- und Zugvogelreservates durchführen zu lassen, soll laut dem Bericht zunächst für drei Jahre gelten.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!