NRW: Eckpunkte für neues Jagdrecht erfreuen den LJV

Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg lobt den von Umweltministerin Christina Schulze Föcking vorgelegten Entwurf des neuen NRW-Jagdgesetzes.

Ralph Müller-Schallenberg und Christina Schulze Föcking

LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg und NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking

Noch vor dem Sommer soll im nordrhein-westfälischen Landtag über die Novelle des Landesjagdgesetzes beraten werden. Nachdem das CDU/FDP-Kabinett am Dienstag die Eckpunkte zur Überarbeitung des Gesetzes verabschiedet hatte, äußerte sich der Landesjagdverband NRW sehr erfreut.

„Dringend erforderlich, entschlossen und fair“ – mit diesen Worten kommentierte LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg den Gesetzentwurf. Er dankte der Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet und der zuständigen Umweltministerin Christina Schulze Föcking. „Sie haben zügig und mit großer Entschlossenheit den Entwurf für ein modernes und praxisorientiertes Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen vorgelegt und damit Wort gehalten, auch wenn über einige Themen noch im Detail gesprochen werden muss“, erklärte Müller-Schallenberg einer Presseinformation zufolge.

Eckpunkte der Jagdrechts-Novelle sind laut einer Mitteilung Schulze Föckings zum Beispiel die Wiederausrichtung der Liste jagdbarer Arten an die des Bundesjagdgesetzes, die Anpassung der Jagd- und Schonzeiten unter Beachtung der Wildbiologie und der Jagdpraxis, außerdem die Erleichterung bei der Prädatorenbejagung sowie eine Erhöhung der Kirrmenge auf die altbewährte Regelung von einem Liter. Weiter sollen der hohe Stellenwert der Jagdausbildung weiter gestärkt und der Fragenkatalog der Jagdprüfung ausgeweitet werden. Dadurch könnten zusätzliche Fragen etwa zur Wildbret-Hygiene stärker aufgegriffen werden.

„Es ist Aufgabe der Politik, positives Engagement zu fördern und nicht zu behindern.“

Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbands Nordrhein-Westfalen

Jägerpräsident Müller-Schallenberg wies darauf hin, dass mit der Landtagswahl vor einem Jahr nicht nur die alte rot-grüne Landesregierung, sondern gerade auch deren stets heftig umstrittenes Landesjagdgesetz abgewählt worden seien. Jetzt bestehe die Chance, Land und Leute wieder ohne ideologische Voreingenommenheit angemessen zu respektieren. „Es ist Aufgabe der Politik, positives Engagement zu fördern und nicht zu behindern“, sagte Müller-Schallenberg. Bereits in den vergangenen Monaten habe das NRW-Umweltministerium die Jägerschaft über Verordnungen und Erlasse in ihren Aufgaben gestärkt (wir berichteten hier und hier), nachdem die vor allem jagdpraktischen Mängel des aktuellen Landesjagdgesetzes immer offensichtlicher geworden waren.

Müller-Schallenberg betonte, nun komme es auf eine zügige Beratung und Verabschiedung des Gesetzes an. Daran werde sich der Landesjagdverband engagiert beteiligen. 

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