Otte: Wolfspolitik ist eine „Farce“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otte übt Kritik am Umgang der niedersächsischen Landesregierung mit dem Thema Wolf.

Henning Otte, MdB

Foto: Wikipedia / Laurence Chaperon, Henning Otte, CC BY-SA 3.0 DE

Wieder wird Kritik an der Wolfspolitik von Niedersachsens Landesregierung laut. Der Bundestagsabgeordnete und Sprecher des Arbeitskreises Jagd und Fischerei der CDU-Fraktion, Henning Otte, hält den Umgang mit den Wölfen in Niedersachsen für eine „Farce“. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, fordert Otte die Landesregierung jetzt zu „konsequentem“ Handeln auf.

„Nur weil der zuständige Umweltminister Wenzel (Grüne) seine Klientel offensichtlich eher im städtischen Milieu findet“, argumentiert Otte, könnte man den Wolf nicht immer weiter ungehindert in den ländlichen Raum vordringen lassen. Auch an die Bundesregierung stellt Otte eine Forderung: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) solle „eine tragfähige Entscheidung“ treffen, wie man in Zukunft mit dem Wolf umgeht. Höhere Zäune sind aus Ottes Sicht keine langfristige Lösung, weil der Wolf in der Vergangenheit noch jedes Hindernis überwunden habe, um Weidetiere zu reißen (wir berichteten).

Dabei ist Otte durchaus kein Wolfsgegner: Für den Wolf sei im dicht besiedelten Mitteleuropa sicherlich Platz. Was ihm jedoch gegen den Strich geht, ist der Umgang der Politik mit dem Wolf. Damit dieser dem Menschen aus dem Weg geht und nicht umgekehrt, seien Vergrämungsmaßnahmen und notfalls eine schnelle Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe nötig.

In Niedersachsen kommt es immer wieder zu Wolfsvorfällen (wir berichteten). Für viel Aufsehen sorgte im Sommer 2016 die Tötung eines Wolfs aus dem niedersächsischen Munster, der sich wiederholt Menschen genähert hatte (wir berichteten).

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