Taube

Symbolbild

Perfide: Schweizer setzt „Kamikaze-Taube“ ein

In der Schweiz muss sich jetzt ein 42-jähriger Mann wegen einer besonders feigen Attacke auf Greifvögel vor Gericht verantworten. Wie die Limmataler Zeitung berichtet, soll der Taubenzüchter versucht haben, mithilfe einer mit Gift beschmierten Taube einen Wanderfalken zu töten. Er erwischte stattdessen jedoch einen Habicht. Der Mann ist nun wegen Tierquälerei und Verstößen gegen das Tierschutz- und das Chemikaliengesetz angeklagt. 

Laut dem Bericht wurden Vogelschützer aus Serbien auf Internet-Beiträge serbischer Taubenzüchter aufmerksam, die in der Schweiz leben und ganz offen beschrieben, wie sie mithilfe giftiger „Kamikaze-Tauben“ Jagd auf Wanderfalken machen. Bei der von dem 42-Jährigen eingesetzten Substanz soll es sich um ein in der Schweiz verbotenes, insbesondere für Kinder sehr gefährliches Kontaktgift handeln. Raffael Ayé von der Naturschutzorganisation BirdLife rät daher, sofort die Polizei zu verständigen, sollte man einen toten Wanderfalken gemeinsam mit einer toten Taube auffinden. Außerdem solle man die Vögel keinesfalls berühren.

Dem Zeitungsbericht zufolge sollen in den vergangenen Jahren in der Schweiz mehrfach Wanderfalken von „dubiosen Taubenzüchtern“ vergiftet worden sein. Obwohl Verdächtige ermittelt wurden, sei bis heute niemand rechtskräftig verurteilt worden. Dies könnte sich nun am 4. Juli ändern, wenn der Prozess gegen den 42-Jährigen ansteht.

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