Peta empört Schulleiter mit Kritik an Angel-AG

Tierrechtsorganisation geht gegen Angebot an einer Schule im ostfriesischen Emden vor.

Angler

Die Tierrechtsorganisation Peta will Schülern erneut das Thema Angeln madigmachen. Ins Visier genommen haben die Aktivisten die Angel-AG an der Förderschule im ostfriesischen Emden. Der Schulleiter äußert sich empört.

Einem Bericht der Ostfriesen-Zeitung zufolge hat Peta die Schulleitung aufgefordert, statt der Angel-AG eine „tier- und kinderfreundliche“ AG anzubieten. Schulleiter Rolf Beckmann erklärte, über diese Forderung noch nicht offiziell informiert zu sein, und sagte gegenüber der Zeitung: „Ich finde es verwerflich, dass Peta mit so etwas zuerst an die Presse geht, bevor sie mit uns selbst sprechen.“

In der Pressemitteilung der Tierrechtler erklärte die zuständige Fachreferentin für Fische und Meerestiere: „Das Töten von empfindungsfähigen Tieren darf kein Lernangebot sein.“ Im Angelunterricht werde Schülern „ihr natürliches Mitgefühl abtrainiert“. Ein systematisches Vorgehen gegen das Angeln gehört bei Peta zum Geschäft: Im vergangenen Sommer beispielsweise hatte die Organisation den Leiter einer Ferien-Aktion für Kinder in Osnabrück angezeigt (wir berichteten).

Der Emder Schulleiter Beckmann stellte laut dem Zeitungsbericht klar, dass er sich von den Forderungen der Tierrechtler nicht beeinflussen lasse. „Wegen Peta werden wir die AG sicher nicht abschaffen.“ Im Übrigen finde die Angel-AG derzeit gar nicht statt, da der verantwortliche Lehrerkollege mittlerweile im Ruhestand sei. 

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