Peta-Protesten zum Trotz: Osnabrücker Kinder dürfen angeln

Die niedersächsische Stadt hat in ihrem Ferienpass-Programm auch in diesem Jahr eine Angel-Aktion im Angebot.

Kinder angeln

Foto: hectorfn

Da konnte Peta noch so sehr protestieren: Im Osnabrücker Ferienpass-Programm findet sich auch in diesem Sommer eine Angel-Aktion für Kinder und Jugendliche. Die ursprüngliche Entscheidung der Stadt, das Angebot auf Druck der Tierrechtsorganisation zu streichen, hatte für Kritik und Empörung gesorgt (wir berichteten).

Das „Angeln für Kinder und Jugendliche“ am 28. Juni richtet sich der städtischen Webseite zufolge an Teilnehmer zwischen zehn und 15 Jahren. „Ihr lernt dabei den respektvollen Umgang mit Lebewesen“, heißt es vom Ausrichter, der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung. Nach theoretischen Einblicken in das Leben im Wasser sowie in den Natur- und Tierschutz geht es für die jungen Teilnehmer zusammen mit ausgebildeten Jugendleitern und erfahrenen Anglern an einen Teich. Die dort gefangenen Fische sollen anschließend zubereitet und verzehrt werden.

Die von der Stadt zunächst gefällte Entscheidung gegen das Angel-Angebot hatte im Frühjahr hohe Wellen geschlagen. Neben dem Anglerverband Niedersachsen äußerte damals unter anderem die Osnabrücker CDU ihre Empörung über das „Einknicken“ vor der „militanten Tierrechtsorganisation Peta“. Ein Sprecher der Stadt erklärte daraufhin, der Vorgang habe „nichts mit Peta zu tun“ – die Tierrechtler bedankten sich jedoch bereits öffentlich „für die mitfühlende und vorbildliche Entscheidung“ (wir berichteten).

Für den niedersächsischen Anglerverband hingegen hatte Präsident Werner Klasing im März erklärt, die ethischen Bedenken seien weder fachlich noch menschlich nachvollziehbar (wir berichteten).

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