Peta scheitert: kein Verfahren gegen Jagdteilnehmer

Die Tierrechtler von Peta kassieren die nächste juristische Niederlage. Die Anzeige gegen Jagdteilnehmer in Mecklenburg-Vorpommern hatte keinen Erfolg. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund für weitere Ermittlungen.

Wildschweine auf dem Feld

Foto: Carol Scholz

Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat ihre Ermittlungen gegen 90 Jäger und 30 Treiber eingestellt. Die Jagdteilnehmer waren Teil einer großen Drückjagd bei Bentzin in Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem nordkurier.de über die Rekordstrecke der Jagd berichtet hatte, erstattete Peta medienwirksam Anzeige. Bei der Jagd sei eindeutig gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes verstoßen worden, hieß es. Der verbietet, ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu töten oder ihm erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen.

Wie Nordkurier jetzt meldet, sieht Oberstaatsanwalt Martin Cloppenburg keine Gründe, weiter gegen die Jagdteilnehmer zu ermitteln. Es gebe weder von dort noch von Peta oder anderer Seite konkrete Hinweise, dass bei einem der oben benannten Punkte Gesetze beziehungsweise Bestimmungen gebrochen worden seien. Von daher existiere kein einziger Anhaltspunkt, dass sich jemand irgendetwas habe zuschulden kommen lassen.

Die Anzeige hatte für viel Wirbel gesorgt. Wie üblich erfuhr Peta vor allem im Internet Zuspruch und Jagdgegner nutzten die Seite des Nordkuriers, um Stimmung gegen die nötige Jagd auf Schwarzwild zu machen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald sah man das dagegen anders. Das Landratsamt stellte sich umgehend und eindeutig hinter die gemeinsame Drückjagd in drei Revieren (wir berichteten). Sie kam mit dem erklärten Ziel zustande, die ausufernden Sauenbestände zu reduzieren.

Für Peta ist es nicht die erste juristische Niederlage. Immer wieder werden Ermittlungen gegen Jäger und Angler eingestellt, weil die Vorwürfe von Peta ungerechtfertigt sind (wir berichteten).

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