Peta zeigt Rapper Marteria an

Tierrechtler werfen dem leidenschaftlichen Angler einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor.

Marteria

Foto: Paul Ripke

Die Tierrechtsorganisation Peta hat wieder einen Prominenten gefunden, um ihn mit einer Anzeige zu belästigen. Dem deutschen Rapper Marteria, der als leidenschaftlicher Angler bekannt ist, wirft Peta einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. In seinem Video „One Night in Würzburg“ präsentiert der Künstler unter anderem Karpfen und setzt sie anschließend wieder zurück ins Wasser.

Weil die Tiere Schmerzen, Atemnot und Todesangst ausgesetzt würden, sei Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Würzburg erstattet worden, erklärten die Tierrechtler laut einer Pressemitteilung. In den Szenen des angeprangerten Videos lässt sich dies nicht konkret erkennen. Der Nordkurier verweist in seinem Bericht darauf, dass das sogenannte „Catch & Release“ die Anglerschaft durchaus spalte. Für die einen mache das Angeln wenig Sinn, wenn der Fisch nicht in der Pfanne lande. Andererseits könne das Zurücksetzen eines Tieres dann ratsam sein, wenn es beispielsweise so groß sei, dass es gar nicht mehr schmecke, aber als Fressfeind oder laichstarker Fisch noch eine Funktion im Gewässer habe.

Über das angebliche Leid der Tiere gehen die Meinungen dem Bericht zufolge ebenfalls auseinander. Während Peta-Fischfachfrau Dr. Tanja Breining erklärte, bis zum Zurücksetzen ins Wasser würden die Tiere nicht nur Schmerzen empfinden, sondern auch unter Todesangst und Sauerstoffmangel leiden, meint der Professor für Integratives Fischmanagement, Robert Arlinghaus, laut Nordkurier, dass Fischen die Hirnstrukturen für ein bewusstes Schmerzempfinden fehlen.

Peta jedenfalls sieht Marteria aufgrund seiner großen Fangemeinde in einer Vorbildfunktion. „Ein solcher Umgang mit sensiblen Lebewesen gehört für uns nicht zu einem coolen Lifestyle“, wird Fisch-„Fachreferentin“ Breining zitiert. Der angezeigte Rapper äußerte sich gegenüber dem Nordkurier nicht zu den Vorgängen.

Gegen das Angeln führt Peta in Deutschland einen regelrechten Feldzug, beispielsweise mit einer Kampagne gegen AGs an Schulen (wir berichteten hier und hier). Nicht von Erfolg gekrönt waren in diesem Jahr die Peta-Proteste gegen eine Ferien-Angelaktion in Osnabrück (wir berichteten). Der bekannte Angler Matze Koch rechnete Anfang des Jahres in einem Videobeitrag mit den Tierrechtlern ab (wir berichteten).

Sehen Sie hier das Marteria-Video „One Night in Würzburg“:

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