Polizisten dürfen Wölfe erschießen

In Sachsen-Anhalt ist ein Erlass in Kraft getreten, der den Umgang mit verhaltensauffälligen oder verletzten Wölfen regelt. Dieser schafft Rechtssicherheit für ein bisher großes Problem.

Polizeiauto

Polizisten in Sachsen-Anhalt dürfen ab sofort verletzte oder verhaltensauffällige Wölfe erschießen. Der Erlass des Innenministeriums solle den Beamten Rechtssicherheit beim Schusswaffengebrauch gegen Wölfe geben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Runderlass „Umgang mit verhaltensauffälligen, verletzten oder getöteten Wölfen“ gilt seit dem heutigen Mittwoch. In dem Schreiben heißt es, der polizeiliche Schusswaffengebrauch gegen Wölfe sei zulässig, wenn von den Tieren „eine gegenwärtige erhebliche Gefahr ausgeht und diese nicht auf andere Weise zu beseitigen ist“.

Wölfe, die etwa durch einen Verkehrsunfall verletzt wurden, können somit durch die Polizei im Rahmen der sogenannten Eilfallzuständigkeit sofort getötet werden – falls es nicht möglich erscheint, dass rechtzeitig ein Tierarzt oder ein Experte des Landesamts für Umweltschutz hinzugezogen werden kann. Zudem gilt diese Regelung, falls alles darauf hindeutet, dass ein Wolf ansonsten unter erheblichen Qualen verenden würde.

Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) erklärte zu dem Erlass: „Der Schutz unserer Bevölkerung steht für mich an erster Stelle. Daher ist es nur folgerichtig, dass bei verhaltensauffälligen und verletzten Wölfen, die eine akute Gefahr für Leib und Leben von Menschen darstellen, der Schusswaffengebrauch erlaubt ist.“ 

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