Positiver Trichinellen-Befund im Landkreis Osnabrück

Wildschwein

Wie wichtig die amtliche Pflichtuntersuchung von Wildfleisch ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem Raum Osnabrück: Dort hatte ein Jäger Ende März im Altkreis Bersenbrück ein Wildschwein erlegt und vorschriftsmäßig auf Trichinellen untersuchen lassen. Das Ergebnis: Ein massiver Befall mit den rund einen Millimeter großen Fadenwürmern. Es handelt sich dabei um den ersten Nachweis seit Jahrzehnten im Landkreis Osnabrück. Das bestätigte jetzt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), heißt es in einer Pressemeldung des Landkreises.

Hintergrund
Trichinellen sind Parasiten, mit denen neben Säugetieren auch Vögel und Reptilien infiziert werden können. Trichinose kommt weltweit vor und kann sich durch den Verzehr von rohem Fleisch auch auf den Menschen übertragen. Die Krankheit könne mild bis tödlich verlaufen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Parasiten leben in der Skelettmuskulatur und befallen insbesondere gut durchblutete Muskelpartien, wie Zwerchfell, Nacken und Kaumuskulatur oder die Muskulatur des Schultergürtels.

Die Fleischuntersuchung auf einen Trichinellen-Befall ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Durchgeführt wird sie von den Veterinärbehörden.

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