Symbolbild: Anke Hahmann

Posse um Rehjagd auf Autobahn beendet

Bereits Ende April sollte die Autobahn A 20 bei Rostock komplett gesperrt werden, um die Jagd auf Rehe zu ermöglichen (wir berichteten). Nach heftigen Protesten und großem Widerstand, unter anderem von Jägern, wurde die Jagd im letzten Moment durch das Umweltministerium abgesagt. Hauptkritikpunkte waren die geltende Schonzeit und, dass viele der Tiere trächtig sein könnten. Jetzt ist das Problem, wenigstens vorläufig, beseitigt. Nach Informationen des NDR konnten die Rehe im Verlauf des gestrigen Tages erfolgreich vertrieben werden.

Die Rehe an der A 20 sorgten immer wieder für Besorgnis, da sie wiederholt in den Bereich innerhalb des Wildschutzzauns eindrangen. Bereits mehrfach wurden sie erfolgreich verscheucht, waren laut Angaben eines Sprechers des Verkehrsministeriums aber „binnen Stunden“ wieder an Ort und Stelle. Die Tiere seien eben sehr standorttreu, hieß es. Der Sprecher des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Ulf Peter Schwarz, kritisierte das inkonsequente Handeln des Ministeriums und mahnte gegenüber dem NDR damals: „Es ist Gefahr im Verzug. Wenn es zu einem Unfall kommt, ist das Geschrei groß.“

Um das Problem endgültig beseitigen zu können, wurde die Autobahn am gestrigen Morgen von 9 Uhr an komplett gesperrt. Die Zäune auf beiden Seiten der Autobahn wurden dem Bericht zufolge dann auf ungefähr 40 Metern Länge geöffnet. Zwölf Jäger samt Jagdhunden und 25 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei waren an der ungewöhnlichen Aktion beteiligt und trieben die Rehe entlang der Zäune bis zu den Öffnungen. So konnten sie ohne Schaden zu nehmen auf ein freies Feld fliehen.

Ursprünglich sollte die Vollsperrung bis 18 Uhr andauern – die großangelegte Aktion konnte allerdings deutlich früher erfolgreich beendet und die Sperrung um 15:30 Uhr aufgehoben werden.

Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!