Radikaler Vegetarier blitzt mit Strafanzeige ab

Der als radikal geltende schweizerische Tierschützer Carl Sonnthal ist jetzt mit seiner Strafanzeige gegen das Jagdmagazin „Bündner Jäger“ bei der Staatsanwaltschaft abgeblitzt. Sonnthal hatte das Magazin wegen des Verdachts auf organisierte Gewaltdarstellung und Verletzung der Würde von Tieren angezeigt. Auslöser für die Klage war ein im Magazin abgebildetes Foto, auf dem ein Jäger mit der Leber einer Hirschkuh zu sehen ist. Für den selbsternannten Tierschützer und dessen Interessengemeinschaft „Wild beim Wild“ stellen derartige Bilder laut eigener Aussage eine Gewaltverherrlichung dar (wir berichteten).

Die Bündner Staatsanwaltschaft sah laut einem Bericht von 20min.ch allerdings „keine konkreten Anhaltspunkte für eine Straftat“ und entschied daher: „Die Eröffnung einer Strafuntersuchung wird abgelehnt.“ Für den Präsidenten des Bündner Kantonalen Patentjäger-Verbandes (BKPJV), Robert Brunold, ist die Entscheidung der Staatsanwaltschaft wenig überraschend. „Wir sahen dem Ganzen von Anfang an sehr gelassen entgegen“, erklärte er. Auch der Redakteur des „Bündner Jägers“ und Autor des Artikels, Walter Candreia, zeigte sich von Anfang an unbeeindruckt. Denn da das Ausweiden eines Tieres ein integraler Bestandteil sei, müsse ein Fachmagazin den Vorgang auch adressatengerecht abbilden dürfen.

Einen negativen Aspekt gibt es aber doch. Auf dem Schreiben der Staatsanwaltschaft wurde vermerkt, dass die Kosten von der Staatskasse übernommen werden. Für Brunold ist dies unverständlich. „Es kann doch nicht sein, dass man einfach einmal eine Anzeige ohne Hand und Fuß erstattet und dann der Staat die Kosten dafür übernimmt“, sagte er dem Bericht zufolge.

Es ist nicht das erste Mal, dass der radikale Tierschützer Carl Sonnthal mit einer abstrusen Forderung aufgefallen ist. Bereits 2009 schaffte er es mit einer weltfremden Forderung in die Schlagzeilen. Damals forderte er, dass Fleischesser beim Restaurantbesuch in ein Separee verbannt werden sollten. Durch einen Blick auf den Internetauftritt der Gemeinschaft „Wild beim Wild“ wird auch schnell klar, welches Ziel Sonnthal und seine Organisation verfolgen. Dort wird von „psychopathischen Jägern“ gesprochen und behauptet, dass Jägerinnen und Jäger auch immer Terroristen seien. Offensichtlich würde „Wild beim Wild“ am liebsten die Jagd komplett verbieten lassen.

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