Sachsen erlaubt Schalldämpfer und Nachtzieltechnik

Zur Intensivierung der Jagd auf Wildschweine hat der sächsische Landtag eine Änderung des Jagdgesetzes beschlossen – diese soll ab dem 18. Februar gelten.

Wildschweine im Visir

Symbolbild: Karl-Heinz Fritschek

Der sächsische Landtag hat in seiner Sitzung am 31. Januar eine umfangreiche Änderung des Landesjagdgesetzes auf den Weg gebracht. Am 17. Februar soll diese veröffentlicht werden, heißt es von der Pressestelle des Landtags. Damit würde sie schon einen Tag später gelten. Demnach ist in Kürze die Verwendung von Schalldämpfern erlaubt. Der Einsatz von Saufängen und Nachtzieltechnik unterliegt noch einigen Einschränkungen.

Der Landtag hat dem Änderungsentwurf des Landesjagdgesetzes von CDU und SPD zugestimmt. Zum Gesundheitsschutz können Jäger schon bald Schalldämpfer nutzen. Deutlich weitreichender sind Änderungen zur Schwarzwildjagd, allerdings sind diese mit Einschränkungen verbunden. Sie gelten nämlich nur im Fall eines Seuchenausbruchs in Sachsen oder einem angrenzenden Land. Da Sachsen an Polen grenzt und die Afrikanische Schweinepest dort schon ausgebrochen ist, können alle Änderungen in Kraft treten – bis „zur Feststellung der Seuchenfreiheit“, wie es im Änderungsantrag heißt.

Ab dem 18. Februar ist damit „die Fangjagd abweichend von § 18 Absatz 1 Nummer 1 zugelassen und die Genehmigungsvoraussetzungen für die Fangjagd, die Zuständigkeiten der Jagdbehörden für die Erteilung der Genehmigung sowie eine Duldungspflicht für das unabsichtliche Überjagen von Jagdhunden bei Gesellschaftsjagden geregelt.“ Die Oberste Jagdbehörde kann also eine entsprechende Verordnung auf den Weg bringen.

Nachtzieltechnik unter gewissen Voraussetzungen erlaubt

Ein ganz heißes Eisen haben die Sachsen mit dem Thema Nachtsicht verbunden mit einem Zielfernrohr angefasst. In Sachsen wird eine Genehmigung solcher Technik zukünftig möglich gemacht – allerdings mit Einschränkungen. So heißt es im angenommenen Änderungsantrag von CDU und SPD: „Durch die nun vorliegende Änderung des Sächsischen Jagdgesetzes wird die Möglichkeit geschaffen, in bestimmten Einzelfällen und unter bestimmten Voraussetzungen zeitlich befristete persönliche Genehmigungen an einzelne Jagdausübungsberechtigte zu erteilen, Nachtziel-Vorsatzgeräte mit Adapter am Objektiv von Zielfernrohren ausschließlich zur Schwarzwildjagd zu verwenden.“

Ausführliche Infos zum Thema Schalldämpfer und Nachtzieltechnik lesen Sie hier und hier.  

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