Schafzüchtern platzt der Kragen: Jagd auf Wölfe gestartet

In den Pyrenäen haben rund 100 Schäfer aus Wut über die Untätigkeit der Behörden zur Wolfsjagd geblasen.

Wolf

Symbolbild: Dieter Hopf

Aus Empörung über die Untätigkeit der Behörden haben rund 100 Schafzüchter in den Pyrenäen jetzt zivilen Ungehorsam geübt: Wie „France Bleu“ berichtete, wurde am Sonntag in Pont de Castet im Ossau-Tal eine großangelegte Wolfsjagd gestartet. 

Dem Bericht zufolge sind insbesondere die Züchter davon überzeugt, dass Wölfe in ihrem Tal seit April mehr als 100 Schafe gerissen haben. Um gegen die Untätigkeit der zuständigen Behörden zu protestieren und ein „Zeichen der Stärke“ zu setzen, hätten fast 100 bewaffnete Menschen am Sonntag zur Jagd auf den Wolf geblasen. Obwohl dabei Schüsse gefallen seien, sei kein Wolf gefangen oder getötet worden.

Wie „La Rép de Pyrénée“ berichtete, blieb die zuvor nicht angemeldete Aktion der Staatsanwaltschaft nicht verborgen. Sie leitete mittlerweile ein Ermittlungsverfahren ein. Ein Sprecher der Brigitte-Bardot-Stiftung, die sich Tierschutzbelangen verschrieben hat, wies laut dem Bericht darauf hin, dass der „Kampf“ der Züchter „völlig illegal“ sei. Wer als „organisierte Bande“ geschützte Arten töte, dem drohten langjährige Haft- oder hohe Geldstrafen.

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