Schweiz: Erstmals dürfen Jäger steinwild im Alpstein schießen

Vier bis fünf der Steinböcke im Alpstein können von Jägern erlegt werden. 

Steinwild

Foto: Dieter Hopf

Der Steinbock dient in der Schweiz gern als offizielles oder inoffizielles Wappentier, nachdem er vor gut 100 Jahren wieder dort angesiedelt wurde. Vor allem dem Tourismus tut das Steinwild gut. Inzwischen gibt es wieder einen Bestand von rund 17.000 Tieren in der Schweiz. Im Alpstein, einem Teil der Appenzeller Alpen, leben derzeit etwa 150 von ihnen. Dass zu einer gelungenen Bestandssicherung auch die Bejagung gehören kann, zeigt jetzt eine Meldung des Schweizer Tagblatts.

Bisher haben Wildhüter und Jagdaufseher im Alpstein dafür gesorgt, dass der Bestand des Steinwilds nicht zu üppig wird. Doch ab Oktober sollen erstmals auch Jägerinnen und Jäger an der Regulierung beteiligt werden: Vier bis fünf Tiere dürfen sie schießen. Allerdings gelten für die Bejagung strenge Regeln. Zugelassen werden nur Jägerinnen und Jäger mit mindestens fünf Hochjagdpatenten. Sie müssen sich bereit erklären, vorher an einer verpflichtenden Feldbegehung teilzunehmen, und dürfen sechs Jahre lang keine Steinwildjagd ausgeübt haben. Nur wer diese Kriterien erfüllt, wird zur Auslosung zugelassen.

Ein Grund für die Regulierung des Steinwildbestands ist nach Angaben des Tagblatts eine Studie des Wildtierbiologen Peter Meile. Darin stellt er fest, dass 150 bis 200 Tiere im Alpstein genug Nahrung finden. „Um den Bestand in dieser Größenordnung zu halten, werden die Tiere jedes Jahr mehrmals gezählt und dann entscheiden wir, wie viele Tiere erlegt werden“, erklärt Ueli Nef von der Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden. Die „angestrebte Zielgröße“ seien 180 Tiere, so die Zeitung. Seit 1992 ist der Bestand an Steinböcken in der Region stabil.

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