GroßEinsatz der Polizei stoppt Erntejagd

Bache mit Frischlingen

Foto: Ryszard Adamus

Im baden-württembergischen Neuhausen ist es vor Kurzem zu einem skurrilen Großeinsatz der Polizei gekommen. Autofahrer hatten in der Nähe des Büchelbergs Schüsse gehört und daraufhin die Polizei alarmiert, meldet der Pforzheimer Kurier. Sensibilisiert durch die Amokläufe von Würzburg und München rückten schwer bewaffnete Beamte in Richtung Felder aus.

Dort ging es aber vorerst nicht weiter. Ein Landwirt stand mit seinem Traktor in der Einfahrt des Feldes. Auf die Aufforderung der Polizei, seinen Traktor wegzufahren, soll er entgegnet haben: „Wollt ihr auch die Wildschweine schießen?“ Der Scherz kam allerdings nicht besonders gut an und der Landwirt soll kurze Zeit später mit erhobenen Händen und einer auf ihn gerichteten Waffe vor seinem Traktor gestanden haben. Die Polizisten hatten wohl ein Handyetui am Gürtel zuerst für ein Pistolenholster gehalten, schreibt die Zeitung.

Für die Polizei war der Einsatz allerdings noch nicht beendet. Ein Jäger wurde mit der auf ihn gerichteten Waffe aufgefordert, sein Jagdgewehr fallen zu lassen. Der Waidmann erklärte die ganze Situation und wies auf einen weiteren Kollegen im Rapsfeld hin. Dieser wurde angerufen und kam danach mit erhobenen Händen aus dem Feld. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz dann vorbei und der Landwirt konnte sein Rapsfeld weiter abernten. Er hatte die Jäger zuvor verständigt, weil er Wildschweine im Feld entdeckt hatte. Die beiden Waidmänner hatten dem Bericht zufolge auch einige Schwarzkittel erlegt, die Schüsse hatten dann Autofahrer gehört und damit den Einsatz ausgelöst.

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