Seuchen-Angst: Abschuss von 2200 Hirschen geplant

Im Südwesten Norwegens sollen Jäger im Kampf gegen die Wildseuche CWD aktiv werden.

Rothirsch

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Mit dem Abschuss von mehr als 2000 Hirschen soll in Norwegen jetzt die Ausbreitung einer tödlichen Wildseuche gestoppt werden. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, handelt es sich um die dem Rinderwahn ähnelnde Chronic Wasting Disease (CWD), der im vergangenen Jahr erstmals ein norwegisches Rentier zum Opfer gefallen war (wir berichteten).

In der Region Nordfjella im Südwesten des Landes sollen rund 2200 Hirsche verschiedener Arten erlegt werden, nachdem eine CWD-Erkrankung bei sechs Tieren nachgewiesen werden konnte. Ein Veterinär aus der Region sagte dem Bericht zufolge, er rechne damit, dass bis Ende Oktober rund die Hälfte der angepeilten Stückzahl geschossen werden könne.

CWD galt viele Jahre lang als eine auf Nordamerika beschränkte Tierkrankheit, die erstmals in den 1960er-Jahren bei Maultierhirschen in Colorado beobachtet wurde. Sie befällt das Gehirn wie der Rinderwahnsinn und die Schafsseuche Scrapie. Eine Übertragung auf Menschen gilt bisher als nahezu ausgeschlossen.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sollen die Köpfe oder Hirn-Proben aller erlegten Hirsche in einem Osloer Labor untersucht werden. Nur beim Nachweis, dass ein Tier nicht erkrankt war, dürfe dann das Fleisch weiterverarbeitet werden.

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