So teuer ist die Wolfsverwaltung

Das Raubtier-Management in Sachsen kostet rund 500.000 Euro, die Herdenschutzzuschüsse betragen kaum mehr als die Hälfte.

Wölfe

Interessante Zahlen zur Wolfsdebatte: Von den 765.000 Euro, die sich der Freistaat Sachsen im vergangenen Jahr die Heimkehr der Raubtiere kosten ließ, gingen 13.600 Euro für Schadenersatz an Weidetierhalter drauf. Rund eine halbe Million Euro kosteten Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftliche Begleitung.

Bei offiziell gezählten 70 Wölfen kommen da gut 10.000 Euro pro Tier und Jahr zusammen, insgesamt 765.000 Euro. Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) rechnete im Landtag vor, wie sich die Summe zusammensetzt: 254.000 Euro für „wissenschaftliche Begleitung“ und „Wolfsmanagement“. Das sind vor allem Untersuchungen der Senckenberg-Gesellschaft, die für die Obduktion tot aufgefundener Wölfe zuständig ist.

Auf weitere 239.000 Euro summieren sich die jährlichen Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit und das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“. Der administrative Aufwand übersteigt mit knapp 500.000 Euro also auch die Kosten für die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen beträchtlich: Dafür bekamen Sachsens Schäfer und Bauern im vergangenen Jahr 258.000 Euro.

Zum Vergleich: Um alle Viehweiden in Bayern wolfssicher zu machen, errechnete das dortige Amt für Landwirtschaft Kosten zwischen 241 und 413 Millionen Euro (wir berichteten); dazu einen jährlichen Unterhaltsaufwand von 28 bis 42 Millionen Euro. Im Vergleich nehmen sich die sächsischen Schadenersatzzahlungen an von Rissen betroffene Schäfer und Bauern mit 13.600 Euro jährlich sehr bescheiden aus.

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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