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„Viel Sachverstand abseits der Landwirtschaft“: SPD-Experte verspottet grüne Minister

„Grün, grün sind alle meine Kleider, grün, grün, grün ist alles, was ich hab!“ Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier, hat jetzt die grünen Landesagrarminister und ihre fachliche Eignung aufs Korn genommen. In einer Glosse auf seiner Webseite schreibt Priesmeier: „Wenn man heutzutage Landwirtschaftsministerin oder -minister werden will, sollte man vor allem eins mitbringen: ein grünfarbenes Parteibuch. Und viel Sachverstand abseits der Landwirtschaft!“

In dem Beitrag über die „Farbenlehre der deutschen Agrarpolitik“ erinnert der Landwirtschaftsexperte daran, dass die zuständigen Landesministerien jahrzehntelang von der CDU sowie „hin und wieder“ von der SPD geführt wurden. Heute jedoch sei es quasi selbstverständlich, dass das Landwirtschaftsressort bei Koalitionsbildungen an die Grünen gehe. Mit viel Widerstand der anderen Parteien müssten diese auch gar nicht mehr rechnen – „denn das Silbertablett wurde stets schon vorab fix poliert“, schreibt Priesmeier.

Unter Anspielung auf die tatsächlichen beruflichen Qualifikationen der amtierenden grünen Agrarministerinnen und -minister stellt Priesmeier fest: „Wenn man sich auf eine Reise durch die deutsche Landwirtschaftspolitik begibt, kann man vielerlei Erfahrungen für alle Lebenslagen sammeln.“

Für Sachsen-Anhalt, wo soeben die neue schwarz-rot-grüne Regierung an den Start gegangen ist, gelte mit Blick auf das Agrarressort: „Nachdem ein studierter Landwirt nun Platz machen musste, kann man hier jede Menge psychologischen Expertise beim Thema Ungerechtigkeit erfahren.“ Priesmeier will daher von der neuen Ministerin, der Psychologie-Professorin Claudia Dalbert, augenzwinkernd wissen: „Vielleicht ist da noch eine Couch im Ministerbüro für die geplagten Landwirte frei?“

Therapiemöglichkeiten wähnt der SPD-Mann auch in Niedersachsen. Dort könnte Minister Christian Meyer als Diplomsozialwirt „gerade im Umgang mit Mitarbeitern ein gewisses Feingefühl vermitteln“, amüsiert sich Priesmeier. Weiter geht seine „Reise“ unter anderem nach Bremen, wo der grüne Meeresgeochemie-Experte Joachim Lohse sich um die Landwirtschaft kümmert, und natürlich nach Nordrhein-Westfalen zum ehemaligen Lehramtsstudenten Johannes Remmel. „Von Geschichte, Religion und Sport könnte auch der ein oder andere Landwirt profitieren“, freut sich Priesmeier.

Eins gelingt dem SPD-Agrarfachmann so auf eine sehr humorvolle Weise: Priesmeier belegt, dass die heutigen grünen Landwirtschaftsministerinnen und -minister – im Gegensatz zu ihren Amtsvorgängern in früheren Zeiten – alles andere als „vom Fach“ sind.

Hier können Sie die komplette Glosse von Dr. Wilhelm Priesmeier lesen.

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