„Tierfreunde“ überziehen junge Jägerin mit Hass

Bei Facebook sieht sich die Bloggerin „Waidfräulein“ wegen des Fotos eines erlegten Fuchses mit massiven Beleidigungen konfrontiert. Alles riecht nach einem organisierten Shitstorm.

Fuchs am Bau

Symbolbild: Ryszard Adamus

Eine junge deutsche Jägerin muss derzeit bei Facebook einen Shitstorm hasserfüllter Jagdgegner über sich ergehen lassen. Die Bloggerin namens „Waidfräulein“ postete bereits am 4. März das Foto eines erlegten Fuchses – seit Kurzem macht der entsprechende Link offenbar in einschlägigen Kreisen die Runde und inspiriert manchen „Tierfreund“ dazu, abartige Beleidigungen zu hinterlassen. Dies weckt Erinnerungen an den Fall einer österreichischen Jägerin, die im vergangenen Jahr bei Facebook mit handfesten Morddrohungen überzogen worden war (wir berichteten hier und hier).

Die Menge an vulgären Beschimpfungen ist auf der „Waidfräulein“-Seite mittlerweile so groß, dass Bezeichnungen wie „Flintenhure“, „asozialer Abschaum“ und „Mörderfräulein“ schon zu den harmloseren zählen. Wörtlich finden sich auf der Facebook-Seite des „Waidfräuleins“ auch Kommentare wie „Du solltest dort liegen!“, „Jetz jag dir ne Kugel in Kopf...dann haste was sinnvolles getan“ oder „Vielleicht trifft die Flinte dich einmal..... Das freut Fuchs und Hase“.

Die Jagdgegner beschränken sich nicht darauf, nur das Posting mit dem Fuchs-Foto zu kommentieren – auch unter deutlich älteren Beiträgen finden sich aktuelle Hass-Kommentare wie: „Du bist eine Mörderin und hast auch noch Spaß dran! Da muss man ja befürchten, dass du demnächst auch auf kleine Kinder schießen wirst!“

Das „Waidfräulein“ meldete sich unterdessen in einem Kommentar selbst zu Wort: Sie sehe in den Beiträgen jede Menge „Rechtschreibfehler, Straftatbestände und Unwissenheit“. Kurz führt sie einige Argumente an, die für die Fuchsbejagung sprechen. Und dann stellt sie unmissverständlich klar: „Wer mir droht oder mich beleidigt, kann mit rechtlichen Schritten rechnen.“ Dass sich dies in einem solchen Fall lohnt, merkte im vergangenen Jahr auch die betroffene österreichische Jägerin: Sie erstattete wegen Beleidigungen und Drohungen mehrere Dutzend Anzeigen.

Mehr zu den Erfahrungen von Elia Schneeweiß lesen Sie hier:
Hass-Postings kommen „Tierfreunde“ teuer zu stehen

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