Verband ermuntert Angler: „Keine Angst vor Peta!“

Nach der Absage einer Traditionsveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern hat der Landesanglerverband ein Statement gegen „Angriffe auf das Angeln“ veröffentlicht.

Angler

Foto: Erbs55

Nachdem aus Sorge vor Tierrechtler-Protesten im vorpommerschen Demmin ein traditionsreiches Hegefischen abgesagt wurde, hat der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern allen Anglern Mut gemacht: „Keine Angst vor Peta!“ – so lautet die Überschrift einer Erklärung, in der hervorgehoben wird, dass das Angeln ein Jahrtausende altes Kulturgut ist, bei dem stets das gesetzestreue sowie waid- und hegegerechte Handeln im Vordergrund steht.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass der Angelverein „Demmin West“ sein Traditionsfischen beim Peenefest ins Wasser fallen lässt – und zwar weil die Verantwortlichen keine Lust haben, sich mit Strafanzeigen der Tierrechtsorganisation Peta herumzuschlagen (wir berichteten). Angesichts des „PETA-Spektakels um Angriffe auf Angler und das Angeln an sich“ sah sich der Anglerverband nun zu einem Statement gezwungen. „Angeln ist die selektivste und schonendste Art des Fischfangs. Die Fische werden hege- und waidgerecht gefangen und geschlachtet, untermaßige Fische müssen zurückgesetzt werden“, heißt es in der Erklärung. Die Art und Weise des Angelns sei gesetzlich vorgeschrieben, müsse erlernt und in einer Prüfung nachgewiesen werden.

„Die Angler der Bundesrepublik gehören zu den am besten ausgebildeten der Welt“, hebt der Verband hervor. Sämtliche Angelveranstaltungen des Landesanglerverbandes und seiner Vereine erfolgten ausschließlich auf der Grundlage und Rechtssicherheit durch das geltende Fischereigesetz. Mit Verweis auf das Gesetz nimmt der Verband auch zu der von Tierrechtlern oft angezweifelten „sinnvollen Verwendung“ geangelter Fische Stellung. „Als sinnvolle Verwertung zählt insbesondere die Verwendung als Nahrungsmittel für Menschen, als Tierfutter oder als Köderfisch“, heiße es wörtlich im Gesetzestext. Was für den Verband bedeutet: „Angelfreunde und Veranstalter von gemeinsamem Hegefischen oder anderen Veranstaltungen, die mit dem Angeln in Verbindung stehen, sind damit vom Gesetzgeber ganz klar abgesichert, wenn sie sich an diese sehr klaren Bestimmungen halten.“

Einem Bericht des Nordkuriers zufolge wollen sich mehrere Anglervereine aus Mecklenburg-Vorpommern nicht einschüchtern lassen, sondern an geplanten Veranstaltungen festhalten. „Es gibt viele andere Fälle, um die sich Peta kümmern sollte. Da kommen die Tierrechtler nicht groß vorwärts. Aber mit den Anglern kann man's ja machen“, sagte der Vorsitzende des Anglervereins Feldberger Seen, Ernst Niemann.

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