„Verein gegen Tierfabriken“: Jäger weist Vorwürfe vor Gericht zurück

Im Dauerstreit zwischen dem VgT und dem österreichischen Jagdgatter-Besitzer Maximilian Mayr-Melnhof gab es jetzt erneut eine Gerichtsverhandlung.

Justizia

Foto: pixel2013

Der Streit zwischen dem österreichischen „Verein gegen Tierfabriken“ (VgT) und dem Salzburger Landesjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof ist in eine neue juristische Runde gegangen. Dabei wurde deutlich: Eine der beiden Seiten sagt offenbar nicht die Wahrheit.

Vor dem Bezirksgericht Salzburg ging es jetzt um einen Vorfall aus dem vergangenen November: Damals soll es am Rande einer Jagd auf dem Gebiet Mayr-Melnhofs zu physischen Übergriffen auf Tierrechtler gekommen sein. Das behaupten jedenfalls der VgT und sein Obmann Martin Balluch (wir berichteten). In einer Pressemitteilung erneuerten die Aktivisten nun rechtzeitig vor der Verhandlung ihre Vorwürfe: Mayr-Melnhof sei, als er von der Präsenz der Tierrechtler erfuhr, offenbar eine Sicherung durchgebrannt, woraufhin er „den erstbesten Tierschützer, der ihm über den Weg lief“, gestellt haben soll.

Mithilfe zweier weiterer Personen „rang er ihn zu Boden und entwendete mit Gewalt seine Videokamera, indem er dem am Boden liegenden Mann mit voller Wucht auf die Hand stieg und die Kamera an sich riss“. Später habe sich Mayr-Melnhof daran beteiligt, einen weiteren Aktivisten „bis fast zur Besinnungslosigkeit“ zu würgen und ihm seine Videokamera und sein Funkgerät abzunehmen.

Vor Gericht wollte der VgT nun eine Herausgabe der angeblich „geraubten Gegenstände“ erreichen. Bei der Verhandlung erklärte Mayr-Melnhof, den Aktivisten nie etwas abgenommen zu haben. Wie salzburg24.at berichtete, „beschworen“ auch andere Teilnehmer der Jagd, vor Ort gar keine Kameras gesehen zu haben. Welche Seite damit die Unwahrheit erzähle, sei unklar. 

Die Entscheidung der Richter darf nun mit Spannung erwartet werden – das Urteil wird dem Bericht zufolge schriftlich ergehen. Weil Mayr-Melnhof die Vorwürfe im vergangenen Jahr als eine „infame Lüge“ bezeichnet hatte, läuft aktuell sogar noch ein weiteres Verfahren.

Dieses Video zeigt Mayr-Melnhof offenbar beim Festhalten eines Aktivisten:

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