Video: Hessen bereitet sich auf Afrikanische Schweinepest vor

Das hessische Umweltministerium intensiviert die Präventionsmaßnahmen zur Afrikanischen Schweinepest. Um die nötigen Handlungen im Seuchenfall aufeinander abzustimmen, wurde nun ein Lehrvideo zum Umgang mit verendeten Wildschweinen veröffentlicht.

Bache mit Frischlingen

Foto: Daniela Fett

Die Afrikanische Schweinepest nähert sich unaufhaltsam Deutschland. Wenn die Seuche ausbricht, stehen gravierende Einschränkungen für Jäger und Landwirte an. Neben enormen wirtschaftlichen Schäden, könnten auch weitreichende Nutzungsbeschränkungen des Eigentums bevorstehen. Immer mehr Bundesländer bereiten sich nun auch mit eigenen Maßnahmen auf den Seuchenfall vor: „Erstes Ziel nach einem Ausbruch ist es, eine Weiterverbreitung der Seuche über eine größere Fläche zu verhindern“, präzisiert Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im hessischen Umweltministerium, in einer Pressemitteilung. Im Falle des Seuchenausbruchs werden infizierte Schweine „in hoher Zahl“ an der Viruserkrankung verenden. Die Bergung der Kadaver müsse dementsprechend schnellstmöglich und professionell erfolgen, um die Ansteckungsgefahr für weitere Schweine zu bannen.

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Das Bundesland setze dabei auf die Zusammenarbeit mit Hessen-Forst. Beschäftigte der Forstverwaltung werden zu Bergeteams geschult, welche die „sachgerechte Bergung und Beprobung“ der Wildschweine übernehmen sollen. Die Förster üben im Herbst gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Veterinären das richtige Vorgehen in der Praxis. Zur Vorbereitung auf diese Übung wurde jetzt ein Lehrfilm veröffentlicht (siehe unten). In den knapp 17 Minuten wird deutlich, wie komplex die nötigen Schritte bei ASP-Verdachtsfällen sind. Da das Virus extrem überlebensfähig ist, muss bei jedem Fund unter anderem ein umfangreiches Dekontaminationsprogramm ablaufen, um den Erreger nicht zu verschleppen. Dies sollten auch Jäger, Landwirte und Naturnutzer wissen, die in Zukunft auf verendete Sauen stoßen könnten. Zwar ist die Krankheit für den Menschen nicht ansteckend, allerdings kann durch Unachtsamkeit mit dem Virus eine unkontrollierte Weiterverbreitung ausgelöst werden. Auch zu diesem Zweck hat das Land Hessen Zäune beschafft, um betroffene Gebiete abzuschotten, während die Kadaver bis zur Entsorgung auf zentralen Sammelplätzen verschlossen und sicher gelagert werden können.

Mehr zur Afrikanischen Schweinepest finden Sie hier.


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