Vogelexperte fordert drastische Maßnahmen gegen Waschbären

Waschbär

Die Vogelwelt hat ein Problem – Waschbären! Die kleinen Raubtiere sind eine große Gefahr für die Artenvielfalt. Die eingeschleppte Art steht deshalb auch im Fokus der EU. Sie will, dass die Tiere in Europa ausgerottet werden (wir berichteten). Der Naturschützer Bernd Katzer untermauert diese Forderung in der Bild-Zeitung mit seinen Beobachtungen.

„Die Waschbären vernichten unsere Vogelwelt. Nachtigall, Zwergseeschwalbe, Bussard, Kolkrabe, Milan – alle weg“, sagt Katzer der Zeitung und ergänzt nach einem Besuch auf der Gauernitzer Elbinsel: „Bis vor Kurzem zwitscherten hier noch um die 50 Brutvogelarten. Fast alle haben die Kahlfraß-Bären gemetzelt, verscheucht.“ Katzer fordert deshalb, dass die Tiere getötet werden, zum Schutz der Artenvielfalt und der Vogelwelt. Er bringt dafür eine „Todespille“ ins Gespräch. Wie sie den Waschbären und nicht aus Versehen anderen Tieren verabreicht werden soll, wird nicht gesagt.

Unterstützung erhält Katzer von Dr. Winfried Nachtigall von der Landesvogelschutzwarte Nassau und von Jäger Markus Handschuh. Nachtigall berichtet, dass Waschbären sogar auf die Horste von Seeadlern klettern, um die Gelege zu plündern. Jäger Handschuh fordert eine stärkere Unterstützung von der Landesregierung: „Der Staat muss endlich eine Abschussprämie zahlen. Dann würden sich mehr Jäger am Feldzug gegen die Waschbären beteiligen.“ 

Das größte Problem: Die Tiere sehen niedlich aus. Deshalb gibt es vor allem in der fachfernen Bevölkerung kaum Verständnis für eine Bejagung.

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