Wilderer schießen Wildtiere an

Rehwild

Foto: Alexander Kumpins

Im bayerischen Steingaden häufen sich in letzter Zeit vermehrt Hinweise auf Wilderer in den Jagdrevieren der Region. Wie merkur.de berichtet, wurden zuletzt drei Rehböcke mit Schussverletzungen aufgefunden, die nicht von jagdlicher Munition stammten. Bei der Polizei wurde inzwischen Anzeige erstattet.

Der Schongauer Vize-Polizeichef Manfred Maier ist sich ebenfalls sicher, dass kein Jäger mit den Taten in Verbindung steht: „Diese Schussverletzungen können nur von einem Wilderer stammen.“ Bei der verwendeten Waffe handelte es sich wohl um ein Kleinkaliber-Gewehr. Für den Jagdpächter Markus Moldzio ist dies keine Überraschung. Er hatte bereits vor drei Jahren in seinem Revier Munition gefunden, die auf Wilderer hinwies. „Nun hat sich der Verdacht erhärtet“, sagte Moldzio.

Die Jäger der Region nahmen zuletzt öfter abgemagerte und humpelnde Rehböcke wahr. Alleine in der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Juni hatte Moldzio dem Bericht zufolge drei Böcke registriert, die jeweils Schussverletzungen durch Kleinkalibermunition aufwiesen. „Das waren drei Wilderer-Fälle, die jetzt aufgedeckt wurden. Wie hoch die Dunkelziffer ist, kann man gar nicht sagen“, erklärte Moldzio. Er geht davon aus, dass die Wilderer mit einem Auto ins Revier fahren und von dort aus auf die Tiere schießen. So ist es ihnen auch möglich, den Tatort schnell wieder zu verlassen.

Was die Gründe für die Wilderer sind, kann nur gemutmaßt werden. Walter Kunert, der Jagdpächter eines Nachbarreviers, geht davon aus, dass „Spaß am Schießen auf Wild“ der Hauptgrund der Täter ist. Auch er vermutet, dass es kein Waidmann sein könne, der mit der kleinkalibrigen Munition Jagd auf die Rehböcke macht. Absprachen der Revierpächter ergaben in den meisten Fällen, dass zum Zeitpunkt der Schüsse keiner der Jäger auf der Jagd war, heißt es dem Bericht zufolge.

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