Wildschweine erobern Rom

An der Stadtgrenze zu Rom werden Wildschweine immer mehr zur Plage: Ihre Scheu vor Menschen haben sie dabei längst verloren. Die Regierung will die Vermehrung jetzt stoppen.

Wildschweine mit Frischlingen

Foto: Ryszard Adamus

In manchen Wohnregionen plündern sie Mülleimer, sie wühlen Felder um und auch im Straßenverkehr werden sie zunehmend zur Gefahr – wie jüngst ein tödlicher Zwischenfall mit einem Motorradfahrer in Rom bestätigt.

Ähnlich wie in Deutschland haben sich Wildschweine in Italien in den vergangenen Jahren stark vermehrt und drängen mittlerweile bis an die Stadtgrenzen durch – wie zum Beispiel in Rom. Doch die Tiere sind in Italien ein überregionales Problem. Zum Vergleich: In der Toskana soll der Bestand bei bis zu 420.000 Tieren liegen – etwa viermal so hoch wie im italienischen Durchschnitt, meldet der Österreichische Rundfunk. Der Schaden, den die Tiere in der Landwirtschaft anrichten, liege bei rund 2,5 Millionen Euro, heißt es weiter. Bezahlt wird er vom Staat. Deshalb wurde schon im letzten Jahr gefordert die Anzahl der Wildschweine deutlich zu senken (wir berichteten). In diesem Jahr sind Abschüsse in der Größenordnung von rund 250.000 Tieren geplant. Tier- und Umweltschützer, aber auch prominente Fernsehstars und Künstler liefen gegen die Planungen Sturm, heißt es weiterhin im Artikel.

Auch wegen der Proteste plant Rom jetzt andere Maßnahmen, um den ausufernden Wildschwein-Beständen Herr zu werden. Nach Informationen von stol.it sollen die Tiere sterilisiert und so an einer unkontrollierten Vermehrung gehindert werden.

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