Wisent-Projekt erleidet nächste Niederlage

Foto: Michael Gäbler / wikipedia.org

Die „Wisent-Welt Wittgenstein“ hat vor dem Landgericht Arnsberg eine neue Schlappe einstecken müssen. Der Trägerverein des Artenschutz-Projektes zur Wiederansiedlung der Wisente im Rothaargebirge steht nach der erfolgreichen Zivilklage dreier Waldbesitzer nun unter Druck. Bei der Klage ging es um die durch die Wisente verursachten Schäden an Buchen in den Wäldern.

Das Gericht fordert laut einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers „geeignete Maßnahmen“, damit weitere Schäden in Zukunft verhindert werden können. Für das Projekt ist dies ein herber Rückschlag, denn nach Ansicht des Gerichts könnte das Urteil eine Umzäunung der betreffenden Wälder oder das Einsperren der Tiere zur Folge haben. Auch der Landrat des Hochsauerlandkreises, Dr. Karl Schneider, schließt einen Zaun als letztmögliche Maßnahme nicht aus. Dieser sagte gegenüber der Westfalenpost: „Wenn sich jemand solche Tiere anschafft, dann ist er dafür verantwortlich.“

Es ist nicht die erste Niederlage für das Wisent-Projekt vor Gericht. Bereits zuvor hatten zwei Nachbarn der Waldbesitzer in einem ähnlichen Verfahren Recht bekommen. Rechtskräftig ist jedoch noch keines der Urteile. Im September wird das Oberlandesgericht in Hamm über die Berufung gegen die ersten Urteile entscheiden.

Der Zeitpunkt des Urteils ist für die „Wisent-Welt“ ungünstig. Erst jüngst kam es zu einer unliebsamen Begegnung eines der Tiere mit einer Wanderin (wir berichteten). Nach dem Vorfall wurden weitere Zwischenfälle publik und es kam vermehrt Kritik an dem Artenschutz-Projekt auf (wir berichteten), welches unter anderem von dem nordrhein-festfälischen Umweltminister Johannes Remmel unterstützt wird, der als einer der größten Befürworter des Projektes gilt.

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