Wölfe machen Jägern die Nachsuche schwer

Im Kreis Görlitz (Sachsen) haben Wölfe offenbar gelernt, dass Beutetiere für sie „bereitliegen“, sobald ein Schuss gefallen ist.

Wolf

Für die Jägerschaft im sächsischen Landkreis Görlitz gestaltet sich die Nachsuchearbeit zunehmend schwieriger. Wie die Sächsische Zeitung berichtete, scheinen die Wölfe in der Region dazugelernt und eine „neue Jagdmethode für sich entdeckt zu haben“.

Jäger Gerd Eberle sagte der Zeitung: „Die Wölfe haben gelernt, dass das Wild quasi auf dem Teller liegt, wenn ein Schuss gefallen ist.“ Als Jäger müsse man sich folglich beeilen, von seinem Hochsitz herunterzuklettern und den Hund aus dem Auto zu holen, um bei dem erlegten Stück zu sein, bevor ein Wolf sich darüber hermacht. Teilweise gebe es bereits Stellen, an denen die Wölfe so stark präsent seien, dass man als Jäger dort gar nicht mehr hingehe, sagte Eberle weiter. Die Nachsuche mit dem Hund sei in diesen Bereichen schon „völlig unmöglich“ geworden.

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Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ bestätigte gegenüber der Zeitung derartige Berichte. Zudem sei es offenbar bereits vorgekommen, dass Wölfe bei Gesellschaftsjagden im Treiben verblieben seien. Wenn ein Jäger bei einem verletzten oder toten Tier auf einen Wolf stoße, sollte dieser besser nicht vertrieben werden. Dass das Raubtier in einer derartigen Situation aggressiv auf Menschen reagiere, sei nicht zu erwarten. Bereits vor längerer Zeit hatten der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) mit einem Faltblatt über Hundearbeit im Wolfsgebiet informiert (wir berichteten).

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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