Wolfsabschuss: Gericht gibt WWF recht

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Die Umweltorganisation WWF hatte Anfang des Jahres Beschwerde gegen den behördlich genehmigten Abschuss zweier Jungwölfe in der Schweiz eingelegt (wir berichteten). Das Bündner Verwaltungsgericht bestätigte nun die Auffassung des WWF und bezeichnete die Abschusserlaubnis laut bauernzeitung.ch als „unverhältnismäßig“.

Die Abschussbewilligung wurde im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten vom Bündner Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement mit der Zustimmung des Bundesamtes für Umwelt erteilt. Grund für den geplanten Abschuss war, dass einige Wölfe aus dem „Calanda-Rudel“ problematisches, also wenig scheues Verhalten gezeigt hatten. Durch den Abschuss zweier Tiere sollten die anderen Wölfe abgeschreckt und wieder scheuer werden. Die Wölfe waren allerdings, seitdem der Abschuss genehmigt wurde, nicht mehr in Siedlungsnähe aufgetaucht und konnten daher nicht erlegt werden. Im März lief die Genehmigung dann ab, ohne dass auch nur ein Schuss auf die Tiere abgefeuert wurde.

Das Urteil ist dennoch relevant, da die Richter der Ansicht waren, dass es in Zukunft zu weiteren Abschussbewilligungen kommen werde, und nun viele offene Fragen beantwortet sind. So wurde auch Klarheit und Rechtssicherheit für die handelnden Behörden und Organisationen geschaffen.

Anita Mazzetta, Geschäftsführerin beim WWF Graubünden, zeigt sich erleichtert über das Urteil: „Die Bündner Richter haben sich klar für ein sachliches, verhältnismässiges Wolfsmanagement ausgesprochen.“ Weiterhin sei das Urteil eine Chance für ein verbessertes Monitoring, heißt es in einer Stellungnahme der Umweltorganisation.

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