Zahl der Wolfsrisse verdoppelt sich

In Niedersachsen wurden im zu Ende gehenden Jahr bereits 355 Weidetiere bei Wolfsattacken getötet.

Wölfe fressen

Diese Statistik dürfte noch für Diskussionen sorgen: Im ablaufenden Jahr 2017 hat sich die Zahl der Nutztiere verdoppelt, die im Bundesland Niedersachsen von Wölfen getötet wurden. Dem NDR sagte eine Sprecherin des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, 2017 seien insgesamt 355 Weidetiere gerissen worden. Im vergangenen Jahr habe es 178 Wolfsopfer gegeben.

Dem Bericht zufolge kam es landesweit zu insgesamt 232 Angriffen auf Nutztiere, von denen der überwiegende Teil eindeutig Wölfen zugeordnet werden konnte. Dabei wurden insbesondere Schafe getötet. Die Zahl der Wolfsrudel in Niedersachsen soll sich seit dem vergangenen Jahr von zehn auf 14 erhöht haben. Die Landesjägerschaft geht laut dem Bericht davon aus, dass bis zu 150 Tiere durch das zweitgrößte deutsche Bundesland streifen.

Der Streit um das Raubtiermanagement in Niedersachsen war in diesem Jahr einer der ausschlaggebenden Faktoren für den Bruch der rot-grünen Regierungskoalition (wir berichteten). 2016 hatte die Tötung des Problemwolfs „Kurti“ – genehmigt vom damaligen grünen Umweltminister Stefan Wenzel – für viel Aufsehen gesorgt (wir berichteten).

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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