Zwei Hunde vom Wolf gerissen?  

Haustierbesitzer im Landkreis Görlitz sind beunruhigt. Eine genetische Untersuchung soll Klarheit in den Fall bringen.

Wolf mit Fleisch

Im Landkreis Görlitz im Osten von Sachsen gab es zwischen den Jahren zwei Angriffe von Tieren auf zwei Hunde. Die beiden Vierbeiner wurden in Weißkeißel und Krauschwitz direkt von den Grundstücken der Eigentümer verschleppt und getötet, berichtete die Lausitzer Rundschau. Wer der Täter ist, darüber scheiden sich noch die Geister. Der Besitzer ist sich sicher, dass es sich bei dem Tier nicht um einen Hund handelt. Ob die Angriffe auf einen Wolf oder einen Hybriden zurückgehen, ist derzeit noch fraglich.

Das wolfsähnliche Tier mit beige-grauem Fell sei in Krauschwitz gesehen worden und ebenso auch mehrfach in Weißkeißel, zuletzt am Dienstagabend in einer Pferdekoppel. Genau dort wurden auch der Kopf und die Vorderläufe des an Silvester verschleppten Hundes gefunden. Um Klarheit in die Sache zu bringen, wurden die Kadaver der Hunde zur Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) Berlin geschickt. Die genauen Untersuchungsergebnisse stehen derzeit noch aus.

Das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen ist über die Vorfälle ebenso informiert. „Die derzeitigen genetischen Untersuchungen und aufgestellte Fotofallen sollen nun Gewissheit bringen, ob die Hunde von einem Hund oder einem Wolf getötet wurden“, erklärt Jana Endel vom Kontaktbüro Wölfe gegenüber der Zeitung.

Wolfssichtungen in der Nähe dicht besiedelter Bereiche habe es seit Beginn der natürlichen Wiederansiedlung des Wolfes immer wieder in Sachsen gegeben. Sollten die Untersuchen allerdings bestätigen, dass es sich bei dem Angreifer tatsächlich um einen Wolf handelt, muss dieses Tier entnommen werden, bestätigt das Kontaktbüro.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!