Eine Reise durch den US-Bundesstaat Utah - die Nationalparks Arches und Canyonlands

Arches Nationalpark

Wer sich in den US-Bundesstaat Utah im Westen der USA aufmacht, kann dort gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Nationalparks „Arches“ und „Canyonland“ liegen nur etwa 120 Kilometer voneinander getrennt. Als „Basislager“ für Reisende mit Hotelpräferenz bietet sich der zentrale Ort Moab an, denn die beiden Parks selber weisen nur Campingplätze auf. Und die sind weder luxuriös (keine Duschen ...) noch zahlreich – frühes Reservieren ist ein „Muss“. Auch Proviant sollte man selbst mitbringen, denn die „Visitor Center“ führen nur eine begrenzte Auswahl an Snacks. Und da es sich bei beiden Gebieten größtenfalls um Steinwüsten mit wenig natürlichen Quellen handelt, werden sich größere Gruppen für immer einen Platz in den Herzen der Einheimischen erobern, wenn sie eigenes Trinkwasser von außerhalb einpacken. 

Arches Nationalpark

Derart ausgerüstet (Hut! Sonnencreme! Topographische Landkarte! Kompass! Das Wissen, mit beiden umzugehen!) bieten die Parks dem Touristen ein unvergleichliches Szenario.

Arches Nationalpark

„Arches National Park“ ist genau das – eine galaktische Landschaft von mehr als 2000 natürlichen Felsbögen. Roter Sandstein leuchtet intensiv gegen den „kodakcolor“-blauen Himmel, unvermutet geben sich spektakuläre „Vistas“ durch die Felsbögen frei – ein Paradies für alle Fotografen. Und auch „Kletterfexe“ werden hier auf ihre Kosten kommen; das Terrain ist umfassend, erfordert aber meist fortgeschrittenes Niveau. Achtung: Die „Arches“ selbst, die verlockenden Steinbögen und -brücken, sind dafür leider tabu und nur von unten oder der Umgebung visuell zu genießen.

Wer es weniger anstrengend mag, wer weder wandern noch reiten oder radeln will, der kann mit dem Wagen eine etwa 30 Kilometer lange Straße abfahren, die an Aussichtspunkten wie zu der berühmten „Delicate Arch“ und historischen Stätten wie der „Wolfe Ranch“ führt.

Von Arches nach Canyonlands

„Canyonlands“ ist der jüngere, aber nicht weniger beeeindruckende der beiden Nationalparks. Eröffnet im Jahr 1964, teilt er sich in drei große, unterschiedliche Gebiete. Die sogenannte „Island in the Sky“ bildet dabei den nördlichsten Teil und liegt nur etwa 16 Kilometer von Moab entfernt. Westlich vom „Green River“ und im Osten vom „Colorado River“ abgegrenzt, ist sie für den Reisenden am einfachsten zu erschließen und bietet als Hochebene immer wieder beeindruckende Einblicke in steile Schluchten. Meilen innerhalb der beiden Flussläufe und ihnen folgend, windet sich mit der „White Rim Road“ eine 160 Kilometer lange Schotterstraße, die Mountainbiker aus der ganzen Welt anlockt.

Canyonlands Nationalpark

Die südöstliche Ecke des Parks ist nach den turmartigen Sandsteinformationen benannt, die sich Hunderte von Metern hoch über grasige Steppen und ein Netzwerk an Canyons emporstrecken: die „Needles“. Um zu diesen rot-gelb-cremefarben „gestreiften“ Schönheiten zu gelangen, braucht man einen Wagen mit Allradantrieb und die echte „Rucksackler-Einstellung“ – die Needles werden als „serious back country“ eingestuft, und man sollte drei bis vier Wandertage zwischen ihnen einplanen.   

Ebenso ungeeignet für einen kleinen Spaziergang ist der „Maze“ im Südwesten des Parks. Die unwegsamen, felsigen Schotterstraßen um die „Chocolate Drops“ und „Chimney Rock“ & Co. sind selbst für robuste Geländewagen eine Herausforderung. Sie werden immer wieder auf Grund extremer Wetterumschwünge unverhofft geschlossen und sollten nur von Experten befahren werden. Grundausrüstung: Ersatzreifen, Ketten für alle Reifen, extra Benzin sowie Wasser, Schaufel und Wagenheber. Wer liegen bleibt und sich nicht selbst helfen kann, darf für das Abschleppen mit einer Rechnung von 1000 US-Dollar rechnen.

Canyonlands Nationalpark

Und auch als Wanderer sollte man ganz genau wissen, was man tut und wie man sich in der Not selbst helfen kann. Besser als ein bloßes Handy ist ein Satelliten-Telefon – aber auch damit ist man nicht immer mit der Außenwelt verbunden. Und das dürfte wohl mit den Reiz dieser beiden Parks ausmachen – wer will (und kann!), der hat hier die Chance auf echte Abenteuer.

Info für Jäger:

Die Jagd ist in diesen beiden US-Nationalparks nicht gestattet. Empfehlenswerte Jagdmöglichkeiten sind im Umkreis dieser Park nicht vorhanden – es sind also Parks, die sich besser mit der Kameralinse entdecken lassen.

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