TV-Tipp: „Jagdkumpane – Wie der Hund auf den Menschen kam“

Als treue Begleiter für Jäger sind Hunde mit ihren feinen Sinnen unentbehrlich. Doch auch aus anderen Bereichen unseres Lebens sind die Vierbeiner kaum mehr wegzudenken, wie eine Dokumentation zeigt.

Hund beim Apportieren

Den Menschen verbindet eine Jahrtausende lange Partnerschaft mit dem Hund – kein anderes Nutztier wurde früher domestiziert. Diente der Hund ursprünglich als unabkömmlicher Begleiter für die Jagd, muss er heute mitunter als Kuscheltier oder Kindersatz herhalten. Die Dokumentation „Jagdkumpane – Wie der Hund auf den Menschen kam“ erzählt die gemeinsame Geschichte von ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit, in der sich der Hund von seiner ursprünglichen Rolle augenscheinlich weit entfernt hat.

Vor über dreißigtausend Jahren begann der Mensch, Wölfe zu zähmen, denn beide hatten vor allem eines gemeinsam: Die Jagd. Durch die Domestizierung entstand ein unschlagbares Team, das sich gegenseitig ergänzte. Ohne den Menschen gäbe es den Hund nicht, und als Jagdkumpan wurde der Hund mit seinen feinen Sinnen für den Menschen unentbehrlich.

Heute begleiten Hunde den Menschen häufig nur noch als Haustiere. Der „beste Freund des Menschen“ sieht gemeinsam mit Frauchen oder Herrchen auf dem Sofa fern oder muss sich für Instagram fotografieren lassen. Es scheint fast in Vergessenheit geraten zu sein, dass Mensch und Hund sich ursprünglich als Jäger begegnet sind. Doch es gibt auch heute noch viele Orte, an denen der Hund seiner ursprünglichen Leidenschaft nachgehen kann – genau hier setzt die Dokumentation „Jagdkumpane“ an. Zum Beispiel in Sibirien, wo die russischen Laikas für die Zobeljagd eingesetzt werden. Diese ursprüngliche Rasse hat noch große Ähnlichkeit mit ihren wölfischen Vorfahren. Schon seit der Steinzeit gehen Mensch und Laika zusammen auf die Jagd.

Regisseurin Ute Gebhard zeigt als Kontrast zur urzeitlich anmutenden Zobeljagd in Russland unter anderem die Parforcejagd in einem französischen Schlosspark sowie die Treibjagd und die Ausbildung von Meutehunden. Vom Mythos des bösen Wolfs bis hin zur Vielfalt der heutigen Jagdhunderassen zeichnet Gebhardt kurzweilig die Geschichte der Mensch-Hund-Beziehung nach. Dabei nimmt sie nicht nur die Jagd unter die Lupe, sondern auch neuere Bereiche, in denen Hunde mit ihren Fähigkeiten zu verblüffen wissen: Zum Beispiel als Begleiter von diabeteskranken Kindern oder bei der Krebsfrüherkennung.

Doch was soll eigentlich eine „Jagd ohne Wild“ sein und warum werden Bloodhounds in England darauf trainiert, Jogger zu jagen? Antworten liefert die informative wie unterhaltsame Dokumentation „Jagdkumpane – Wie der Hund auf den Menschen kam“. Wenn Sie die Sendung auf Arte am Dienstag, 03.01.2017 verpasst haben, können Sie sich den Film auch hier anschauen.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!